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Hoffnungsort
ZUR BIBEL VERFÜHRT (4) Missionspredigt aus Emmaus

Beim Brotbrechen erkannten wir ihn

Beim Brotbrechen erkannten wir ihn
Und als er den Lobpreis sprach und das Brot auf seine Art teilte, da geschah etwas Unbeschreibliches: Uns gingen die Augen auf und unsere Herzen wurden weit. Das ist Jesus. Er lebt!
Foto: RobertCheaib/pixabay
Nein, meinen Namen habt Ihr noch niemals gehört. Woher auch? In der Bibel hat man ihn nicht überliefert. Den meines Mannes schon: Kleopas. Kleopas aus Emmaus. Einer von zwei Jüngern. Der andere bleibt namenlos. Der andere, die andere bin ich. Eine Frau. Unsere Namen unterschlägt man gern. Über Jahrhunderte hinweg dachten Männer, ich müsse eben auch ein Mann sein.

Schon weil es ja um einen »Jünger« geht. Eine einfache Rechnung, einfach und falsch: Jünger gleich Mann. So ein Unfug! Jesus hatte zahlreiche Jüngerinnen. Wie mich. Komm lies doch genau: Wir gingen zurück von Jerusalem nach Emmaus, »sechzig Stadien« weit. Knapp zwölf Kilometer, würdet ihr sagen. Und dann gingen wir in unser Haus. Ja klar: Unser Haus, unser Familienheim, das von Kleopas und Elana. Und unseren Kindern. Aber die waren schon groß, standen längst auf eigenen Füßen.

Wir beide aber sind Jesus gefolgt, Kleopas und ich. Waren begeistert von seiner Botschaft, dem »Reich Gottes«, wie er das nannte. Wir wollten mitbauen an seiner neuen Art von Leben. Wo Gerechtigkeit herrscht. Wo man getragen ist vom göttlichen Geist. Aber dann haben die Römer ihn ans Kreuz geschlagen. Unter Mithilfe unserer Herrscher, dem Hohen Rat, der Hohepriester.

Jesus starb quallvoll. Wir haben es bezeugt, von Weitem. Der furchtbarste Tag unseres Lebens. Wir hatten irgendetwas erwartet. Eine Rettung in letzter Sekunde. Einen Eingriff Gottes. Nichts. Nichts dergleichen. Drei Kreuze, drei Leichen, im Todeskampf verrenkt. Dieses Bild hat sich mir eingebrannt. Unauslöschlich.

Stunden starrten wir nur vor uns hin. Dann drehte sich Kleopas zu mir und blickte mich an. Ich hob meine Augen. Er nickte. Und ich nickte zurück. Wir machten uns auf den Weg nach Hause. Niemand wartete dort auf uns. Wir hatten unseren Traum verloren. Den Sinn, auf den wir gesetzt hatten. Alles.

Unsere Füße kannten den Weg von allein. Jerusalem – Emmaus. Wir hielten die Augen gesenkt. Sprachen vor uns hin. Jeder murmelte seine Erinnerungen, ohne dass wir einander zuhörten. Wir hatten ja dasselbe erlebt. Irgendwann schloss sich uns ein Mann an. Nicht alt, nicht jung. Er ging einfach mit. Hörte uns zu. Auf einmal aber fragte er: »Was sind das für Dinge, über die ihr da redet?« Kleopas blieb stehen, ich auch. Ohne aufzuschauen sagte er: »Was! Sag nur, du hast nichts von all dem gehört, was in Jerusalem geschehen ist in den letzten Tagen?«

Auch der Fremde war stehengeblieben. »Was denn?« Ich drehte mich um, nahm den Weg wieder auf und stapfte voran. Die beiden folgten mir. »Das mit Jesus von Nazaret«, antwortete ich, weil ich spürte wie Kleopas die Stimme versagte. »Er war ein Prophet. Mächtig. Einer, der das Leben ändern kann. Wir sind ihm gefolgt. Alles, alles hätten wir für ihn getan. Aber die Römer haben ihn gekreuzigt. Er ist tot. Seine Anhänger haben sich in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Sein Traum ist vorbei. Unser Traum ist vorbei.« [...]
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