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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
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Hoffnungsort
KIRCHE WOHIN? (3) Synodale Ämter

Neue Zugänge zu neuen Diensten

Neue Zugänge zu neuen Diensten
Sie lassen sich nicht mehr zurückdrängen: Junge Theologinnen baten im vergangenen Jahr, ins Freiburger Priesterseminar aufgenommen zu werden. Der Leiter, Weihbischof Christian Würtz, ist mit ihnen im Gespräch.
Foto: KNA
In der Kirche herrscht der Primat der Person. Glauben gibt es nur in der ersten Person, Singular und Plural: »Ich glaube«, und: »Wir glauben«. Glaube ist Vertrauenssache: zwischen Gott und Mensch. Zur Organisation der Kirche gehört deshalb von Anfang die Garantie der Glaubensfreiheit und die Markierung von Orten, an denen er von Menschen, die es wollen und können, bezeugt wird: in Gedanken, Worten und Werken.

Die Personalität des Glaubens entspricht dem Prinzip der Sendung. Die ganze Kirche ist auf Sendung. Sie hat eine »Mission«. Alle können, sollen, dürfen ihren Beitrag leisten. Aber die Gaben und Aufgaben sind unterschiedlich. Paulus schreibt: Der Glaube kommt vom Hören (Röm 10,17). Weil er von einer Botschaft lebt, die sich kein Mensch selbst sagen kann. Es ist Gott selbst, der Menschen anspricht – durch Menschen. Dann sind sie in der Lage, Zeugnis abzulegen: »Wir glauben, deshalb reden wir«, so wendet Paulus (2 Kor 4,13) ein Psalmwort (Ps 116,10) auf sich und die Gemeinde an.

Zeugnis gibt es nicht ohne Berufung. Berufung gibt es nicht nur zum Amt des Priesters und Diakons, sondern zu vielfältigen Diensten. Aber in jedem Fall ist der Dienst, der in der Kirche zur Ehre Gottes und zum Wohl der Anderen übernommen wird, nie eine Sache, die Menschen nur mit selbst ausmachen können. Sie müssen ihre ganz persönliche Berufung erkennen: den Ruf, der sie trifft, damit sie ihm folgen. Aber dieser Ruf stellt sie vor Gott – und in die Gemeinschaft der Kirche.

Die Berufung ergeht nur ganz selten in Form einer persönlichen Offenbarung – und wenn jemand sich auf eine Vision beruft, ist äußerste Vorsicht geboten. Die Berufung ist auf die Person, die Zeit, die Gemeinschaft abgestimmt. Sie wächst im Laufe des Lebens. Sie kennt Krisen. Und lebt von der Hoffnung. Deshalb ist es wichtig, den Ort der Berufungen in der Kirche genau zu bestimmen.

Das erste Amt, das sich in der Kirche gebildet hat, ist das der Apostel. Es sind nicht nur die Zwölf. Auch Junia ist »Apostel« (wie es im generischen Maskulinum des Neuen Testaments heißt) – und zwar eine herausragend gute, allseits anerkannte, von Paulus hoch geschätzte Glaubenszeugin mit einer Gesamtverantwortung für die Kirche des Anfangs (Röm 16,7) – nicht allein, sondern in der Gemeinschaft aller Apostel, die vom Auferstandenen berufen worden sind, das Wort Gottes zu verkünden – auf verschiedene Weise (1 Kor 15,1– 11), aber in derselben Wahrheit, die befreit (Gal 2,1–10). Apostolizität und Synodalität gehören von Anfang an zusammen.  [...]
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