Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Wie ist das mit der Vergebung?
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Glaubensland
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Wie Musik in Krisen hilft

Wie Musik in Krisen hilft
Große Kirche – kleines Ensemble: So ist Gesang im Gottesdienst vorerst allenfalls möglich.
Foto: KNA
Gitarrenklänge oder Klaviertöne flirren durch die Luft. Anwohner lehnen sich aus dem Fenster, treten auf den Balkon oder vor die Haustür, um gemeinsam zu musizieren. Manche lauschen den Melodien still. Solche Bilder vom »Balkonsingen« in Italien gingen um die Welt, als der Lockdown dort gerade begonnen hatte. In Deutschland gibt es hier und da Nachahmer, die mal alte Volksweisen singen, mal Kirchenlieder spielen.

Ob Stadionrock, Oper oder Festival-Stimmung: Darauf müssen Musikliebhaber vorerst verzichten. Bis Ende August sind Großveranstaltungen bundesweit verboten. Doch die Suche nach Ausgleich ist kein neues Phänomen. »Eine Zäsur, ein Ruhepunkt, auf andere Gedanken kommen: Diese Impulse sind unbedingt notwendig, um aus dem Hamsterrad des Alltags auszusteigen«, sagt der Musikwissenschaftler Michael Kaufmann. Gerade in Krisen sei Musik dabei »eine der Hauptstützen«.

Auch in den Kirchen ist wegen des Infektionsschutzes vielerorts kein gemeinsames Singen möglich. Nach wochenlanger Pause feiern viele Gemeinden zwar wieder Gottesdienst. Doch längst ist nicht alles, wie gewohnt: abgesperrte Kirchenbankreihen, Einbahnstraßenregeln an den Kirchentüren, Gläubige auf Distanz und mit Mundschutz. Und: Auf unabsehbare Zeit bleibt Gemeindegesang untersagt. Denn es ist zu befürchten, dass sich dabei feinste Aerosole verteilen, die auch einfache Mund-Nasen-Masken durchdringen und möglicherweise das Coronavirus transportieren. [...]
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