Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



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Glaubensland
Das tut Ihrer Seele gut! (6): Eine verlorene Dimension wiedergewinnen

Zur Ruhe kommen und den Jahreskreis feiern

Zur Ruhe kommen und den Jahreskreis feiern
Den Alltag unterbrechen und Feste im Jahreskreis feiern wie Fronleichnam: ein Weg, der unserer Seele guttut.
Foto: KNA
Was hilft zu einem gelingenden Leben? Was in Krisenzeiten zur Bewältigung? Was gibt uns Kraft und Lebensfreude? Was tut mir in der Tiefe wirklich gut, nährt meine Seele? So fragen sich viele und dazu gibt es viele Wege, auch »feste Zeiten«: die Einladung unserer vielen Feste im Jahreskreis, im Kirchenjahr, zum Innehalten, Zur-Ruhe-Kommen und Feiern. Feiern heißt ja, mein Leben steuern, bewusst eingreifen in meinen Lebenslauf, die Geschäftigkeit des Alltags, und Zäsuren schaffen: Zeiten des Auftankens, Kraftschöpfens, Zu-mir-Kommens und Neuwerdens.

Heute gilt: »Zeit ist Geld«, und da die Zeit immer knapper zu werden scheint, müssen wir das erst wieder lernen: zur Ruhe kommen. Weithin ist die Dimension des Zur-Ruhe-Kommens, des Feierns verloren gegangen, in Vergessenheit geraten, der Schnelllebigkeit und Hetze allen Tuns zum Opfer gefallen. Doch es ist wichtig, dass wir diese verlorene Dimension wiedergewinnen, dass wir wieder lernen, in und bei uns zu Hause zu sein, in dem großen, vielräumigen, vielseitigen Haus, das wir sind. Oder in einem anderen Bild: dass wir auf dem Weg, den wir gehen, in unserem Lebenslauf gelegentlich langsamer werden und zur Ruhe kommen.

»Zur Ruhe kommen« – darin drückt sich Verschiedenes aus: dass die Ruhe eigentlich schon da ist, dass sie darauf wartet, uns zu empfangen und zu umfangen, und dass auch dieses ein Prozess ist, ein Werden, ein Weg. Wir werden dahin »kommen« – aber das braucht Zeit. Vielleicht ist es sogar ein langer Weg und wir müssen uns aufmachen, müssen dorthin gehen, wo die Ruhe ist, um »zur Ruhe zu kommen«. [...]
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