Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Wie ist das mit der Vergebung?
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Titelthema
Gebetsschule

Beten heute mit Franz von Assisi

Beten heute mit Franz von Assisi
Er liebte die Schöpfung und predigte den Vögeln: Der »kleine, arme Bruder« Franz von Assisi, der heute noch ein Vorbild für den Umwelt- und Tierschutz ist.
Foto: inspirexpresmiami/pixabay
Er ist einer der bekanntesten und bedeutendsten Heiligen der Kirchengeschichte. Für unseren vorherigen Papst war er Namensgeber und gleichzeitig Programm für dessen Pontifikat: Franziskus von Assisi (1181–1226). Sein Leben in radikaler Armut um des Evangeliums willen und seine Liebe zur Schöpfung sind vielen Menschen bis heute Inspiration und findet zahlreiche Nacheiferer. Wer war dieser Franz aus dem kleinen umbrischen Städtchen Assisi? Was hat sein Leben so nachhaltig geprägt und wie können wir uns heute – 800 Jahre nach seinem Tod – an ihm orientieren? Gehen wir bei ihm in die Lehre, lernen wir von ihm in unserer diesjährigen »Gebetsschule«, wie wir leben und beten können und Gebet zu unserem Leben werden kann.

Sind Sie gern zur Schule gegangen? Oder gehörte Lernen für Sie eher zu den Pflichten, die man irgendwann hinter sich lässt? Hatten oder haben Sie Freude am Dazulernen, am Weiterentwickeln und daran, Neues zu entdecken? Viele Menschen, so mein Eindruck, verbinden Lernen mit Schulzeit, Studium, beruflichen Aus- oder Fortbildungszeiten. Danach scheint das Leben andere Prioritäten zu setzen und manch einer legt das Lernen »ad acta«. Erstmal genug gelernt, arbeiten und den Alltag gestalten. Und doch – das merken wir gerade in unserer Zeit sehr deutlich – gilt: Ohne Lernbereitschaft keine Chance zu echter Weiterentwicklung. Fehlendes Interesse an Neuem, ein »nicht am Ball bleiben«, birgt über kurz oder lang das Risiko, ins Abseits zu geraten, den Anschluss zu verlieren, abgehängt zu werden. Wer aufhört zu lernen und nicht wach ist für das, was das Leben bereithält, bleibt stehen – innerlich wie äußerlich.

Einer, der sein ganzes Leben lang lernend, wach und interessiert unterwegs war, fasziniert und inspiriert – auch heute, 800 Jahre nach seinem Tod: Franz von Assisi. Im Jahr 2000 wählten Leserinnen und Leser des »US-Time Magazine« den Heiligen Franziskus zum Mann des Jahrtausends. Er ist Schutzpatron Italiens und Europas. Sein Leben und Wirken motivieren bis heute Menschen dazu, sich zu engagieren – im Blick auf die Bewahrung der Schöpfung, den Schutz der Um- und Mitwelt sowie in zahlreichen Friedensinitiativen und -bewegungen.

Seine Heimatstadt Assisi ist der Ort, der seit 1986 weltweit aufhorchen lässt, wenn sich Vertreter verschiedener Religionen dort zu großen, internationalen Friedensgebeten treffen. Im Oktober 2016 fanden in der umbrischen Kleinstadt über 500 Religionsführer aller Welt- und Naturreligionen, Nichtgläubige, Politiker, Friedensnobelpreisträger, Wissenschaftler und Journalisten zusammen. Eine große, friedensstärkende Kraft geht aus von dieser umbrischen Kleinstadt. [...]
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