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| INTERVIEW MIT SIMON NÄCKEL, ARMUTSPOLITISCHER REFERENT DES CARITASVERBANDES DER DIÖZESE |
Armut im Alter |
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Der kritische Blick auf den Kassenzettel, weil die Rechnung doch höher ausgefallen ist, als es geplant war: Das bedeutet für viele Menschen, an anderer Stelle zu sparen, obwohl manche Dinge dringend nötig wären. Foto: luciano/Adobe Stock |
Für viele ist der Januar schwer. Etliche Rechnungen flattern ins Haus und zunehmend wissen die Menschen nicht mehr, wie sie sie bezahlen sollen. Vor allem auch im Alter. Heute hat jeder fünfte über 75 mit Altersarmut zu tun, Frauen besonders. Simon Näckel, armutspolitischer Referent des Caritasverbandes der Diözese, beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. Im Interview berichtet er von der oft unsichtbaren Armut, die jedoch erhebliche Einschränkungen mit sich bringt und Älteren gesellschaftliche Teilhabe verwehrt. Für ihn ist Altersarmut kein persönliches Versagen, sondern Ausdruck struktureller Ungerechtigkeiten.
Herr Näckel, jeder fünfte Mensch über 75 Jahren ist in Deutschland von Armut betroffen. Das hat das Statistische Bundesamt 2024 ermittelt. Wie kommt es dazu? Viele der im Alter Armutsbetroffenen haben über Jahre hinweg wenig verdient, in Teilzeit gearbeitet oder über längere Phasen unbezahlte Sorgearbeit geleistet. Das schlägt sich in niedrigen Renten und einer angespannten Einkommenssituation im Alter nieder. Besonders betroffen sind Frauen. Kindererziehung und Pflege von Angehörigen wurden lange als private Aufgabe verstanden – mit spürbaren Folgen für die Absicherung im Alter. Hinzu kommen stark gestiegene Kosten für Wohnen, Energie und Gesundheit. Altersarmut ist deshalb kein persönliches Versagen, sondern Ausdruck struktureller Ungerechtigkeiten.
Halten Sie die Einschätzung des Bundesamtes für realistisch oder denken Sie, dass die Dunkelziffer erheblich höher ist? Die Armutsgefährdungsquote des Bundesamtes ist methodisch korrekt. Sie misst Einkommensarmut und orientiert sich am Haushaltsnettoeinkommen. Nicht berücksichtigt werden dabei tatsächliche Ausgaben, etwa für Miete, Energie oder Gesundheit. Gerade im Alter kann das zu erheblichen finanziellen Belastungen führen, die in der Statistik nicht sichtbar werden. Eine Dunkelziffer gibt es an anderer Stelle: Bei der Inanspruchnahme von Sozialleistungen. Viele Ältere hätten Anspruch auf Grundsicherung, nehmen sie aber nicht in Anspruch – aus Scham, Unwissenheit oder Angst vor Bürokratie. Aus Studien wissen wir, dass ein relevanter Teil der Berechtigten keinen Antrag stellt. Diese Armut bleibt unsichtbar, wirkt sich aber spürbar auf Lebensqualität, Teilhabe und Gesundheit aus.
Wie sehen die Zahlen – im Vergleich zum Bundesgebiet – in Baden-Württemberg aus? Auch in Baden-Württemberg ist Altersarmut kein Randphänomen. Rund jede fünfte Person über 65 Jahre gilt als armutsgefährdet. Dabei zeigt sich eine klare Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Während das Armutsrisiko von Männern im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung liegt, sind Frauen durchgängig deutlich häufiger betroffen. Und: Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Risiko weiter. [...]
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