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Wie ist das mit der Vergebung?
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Hoffnungsort
BETEN MIT FRANZ VON ASSISI (2) Worte, die tragen

Vom Hineinhören zum eigenen Beten

Vom Hineinhören zum eigenen Beten
Die persönlichen Gebete von Franziskus sind meditiertes, gebetetes Wort Gottes und entstehen aus seinem Leben heraus. Seine Worte sind einfach, schlicht und inniglich.
Foto: Caleboquendo/pexels
Ein Blick in die verschiedenen Religionen und Konfessionen, in Kirchen und Gemeinschaften zeigt, dass die Vielfalt des Gebets so groß und bunt ist, wie die Menschheit selbst. Beten kann viele Formen und Ausdrucksweisen haben: persönlich oder gemeinschaftlich, still oder gesprochen, frei und persönlich formuliert oder sich an bestehenden, vorgegebenen Texten orientierend. Diese Vielfalt zeigt sich auch im Leben und Beten des Franz von Assisi.

Das Gebet des heiligen Franziskus ist nicht auf eine bestimmte Form festgelegt, sondern zeigt sich je nach Situation, Ort und auch Lebensphase anders. Sein persönliches Beten ist dabei einerseits inspiriert von überlieferten Gebeten der Kirche, sowohl aus der Heiligen Schrift wie auch aus der Liturgie. Zugleich findet Franz im Laufe seines Lebens eigene Worte für sein Gebet.

Beide Formen können für heute inspirieren: Franziskus’ Beten mit biblischen und liturgischen Texten der Kirche sowie ein Blick auf von ihm formulierte Gebete, die bis in die Gegenwart Orientierung und Impulse für das persönliche Gebet geben können. Quellen und Texte wie das Testament oder Briefe des Franziskus zeigen, dass er die biblischen und liturgischen Texte sehr gut kannte. Dies liegt daran, dass er im Rahmen seiner Schulbildung anhand der Psalmen Lesen und Schreiben sowie ausgehend von den Evangelientexten die lateinische Sprache lernte.

Psalmen und Bibelworte sind ihm somit von Kindheit an vertraut – prägen sein Denken, sein Reden und auch sein Beten. Vor allem in den Worten der Psalmen findet er einen Ausdruck für Lob und Dank, Sehnsucht und Klage, Fragen und Vertrauen. In den Jahren der Krise und Lebenswegsuche besucht er bewusst Gottesdienste in verschiedenen Kirchen. Er hört in der Liturgie wacher hin! Er erlebt, dass das, was ihn bewegt, sich bereits in formulierten Worten ausgesprochen vor Gott findet.

Diese Texte werden zu einer wichtigen und bleibenden Quelle, die ihn hinhören und hellhörig werden lassen auf Gott hin und die sein persönliches Beten inspirieren. Eines der zentralen kirchlichen Gebete, das Franziskus prägt und begleitet, ist das Vaterunser. Die Biografie des Thomas von Celano berichtet davon, dass Mitbrüder Franziskus baten, er solle sie beten lehren. »Ihnen sagte der Heilige: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater unser …« [...]
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