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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Puzzle-Collage mit Portraits von Vorbildern aus der Region
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Hoffnungsort
ZEHN GEBOTE (2) Du ehrst Gottes Namen

Das denkbar Beste in Person

Das denkbar Beste in Person
Den Name Gottes ehren heißt auch, für seine Werte einzustehen, etwa für den Schutz des ungeborenen Lebens. Weil Gott ein Gott des Lebens ist.
Foto: KNA
Name, Adresse und Kontonummer eines Menschen haben eine große Bedeutung, die des Schutzes vor Datendiebstahl bedarf. Der Name steht für unsere Identität und Einmaligkeit. Wer Identitätsdiebstahl betreibt, kann Namen klauen und in gestohlener Identität einkaufen, Unfug treiben, über andere verfügen, sie bloßstellen … Welche Bedeutung hat dann der Name Gottes?

Denken Sie an Ihre Jugend: Sie verlieben sich in einen jungen Menschen. Sie träumen von ihm. Sie möchten ihn besuchen, ihm schreiben, ihn berühren. Aber sie wissen nicht, wie er heißt und wo er wohnt. Noch ist er ein geheimnisvolle Phantom. Erst mit der Kundgabe seines Namens, seiner Telefonnummer, seiner Adresse wird dieser ersehnte Mensch für sie greifbar und zugänglich.

So ähnlich ist es mit Gottes Namen, weil er sich uns Menschen damit preisgibt und verwundbar macht. Der Name Gottes steht für sein Wesen. Mit dieser Namensgebung liefert er sich dem Menschen aus. Wer den Namen Gottes, des Heiligen, des Ich-bin-da, respektvoll behandelt, lebt in Ehrfurcht vor Gott und den Menschen. Doch der Mensch ist leicht verführbar. Mit dem Namen Gottes lassen sich auch Kriege führen, Menschen misshandeln, Staaten auf Abwege lenken, Kinder missbrauchen, Menschen spirituell gängeln ...

Es ist eine historische Tatsache, dass mit dem Namen Gottes viel Unheil angerichtet wurde. Mit Gott an der Seite hat man Indianer verfolgt, Juden vergast, Kreuzzüge geführt. Man hat immer wieder Helfer und Helfershelfer gefunden, die bereit waren, im Namen Gottes zu morden. Das aber hat mit JHWH nichts zu tun, er ist ein Gott des Lebens, er will nicht den Tod, sondern das Leben der Menschen. Der Prophet Ezechiel sagt dazu: »Ich habe doch kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss – Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um, damit ihr am Leben bleibt!« (Ez 18,32).

Gott ermöglicht jedem Menschen die Umkehr, er schenkt jedem Menschen einen Neuanfang. Er will nicht dessen Vernichtung und Zerstörung, weil er ein Gott des Lebens ist. In dieser Gesinnung werden wir seinem Namen, dem Namen des Unergründlichen und Geheimnisvollen, gerecht. Wo die Ehrfurcht vor dem Heiligen fehlt, fehlt auch oft die Ehrfurcht vor dem Leben. Deshalb gilt das Verbot, den Namen Gottes zu missbrauchen nicht so sehr dem Schutze Gottes, sondern vor allem dem Schutz des Menschen. Er soll vor leichtfertigem Umgang mit Gottes Namen bewahrt werden. [...]
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