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aktuelle Doppelausgabe 31-32/2026 |
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| Hoffnungsort |
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| FRIEDENSSTIFTER (5) Papst Leo XIV. |
Ein Brückenbauer für die Welt |
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Friedensmission weltweit: Interreligiöses Friedenstreffen mit Papst Leo XIV. in der Kathedrale Sankt Joseph in Bamenda, Kamerun. Foto: KNA |
Der Blick in die aktuellen Nachrichten zeigt eine Welt voller Unruhe. Große Kriege und Krisen bestimmen den Alltag. Doch mitten in dieser dunklen Zeit setzt das Oberhaupt der katholischen Kirche ein Zeichen der Hoffnung. Seit Amtsantritt am 8. Mai 2025 richtet er einen dringenden Appell an die Menschheit. Als er zum ersten Mal auf die Benediktionsloggia des Petersdoms tritt, ruft er den Gläubigen zu: »Der Friede sei mit euch allen!«
Leo XIV. macht sofort klar, dass dies kein billiger Wunsch ist: »Dies ist der Friede des auferstandenen Christus, ein unbewaffneter und entwaffnender Friede, demütig und beharrlich.« Der Papst fordert uns alle auf, neue Wege zu beschreiten: »Suchen wir gemeinsam nach Wegen, wie wir eine missionarische Kirche sein können, eine Kirche, die Brücken baut, den Dialog pflegt und stets offen ist, alle mit offenen Armen aufzunehmen.«
Mit diesem Kurs steht Papst Leo XIV. in Kontinuität zu seinem Vorgänger Papst Franziskus. Doch er bringt seine eigene Art ein. Als Ordensmann der Augustiner ist er zutiefst von den Lehren des heiligen Augustinus geprägt. Für ihn ist der Friede kein theoretisches Konzept, sondern eine Wirklichkeit, die wir auf drei Ebenen verstehen müssen: biblisch, theologisch und politisch.
Auf biblischer Ebene erinnert uns der Heilige Vater in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2026 an die Worte Jesu. Der Friede Christi verändert das Leben von Grund auf. Er ist unbewaffnet, weil Jesus selbst ohne Waffen kämpfte. Die Worte Jesu »Steck das Schwert in die Scheide!« gelten für jeden Christen. Folgerichtig sagt uns der Papst: »Wahrer Glaube greift niemals zur Waffe.«
Theologisch greift er auf den heiligen Augustinus zurück. Nach Augustinus gilt es eine unauflösliche Freundschaft mit dem Frieden zu schließen. Wahrer Friede ist nach ihm die »Ruhe in der Ordnung«. Wenn der Mensch Gott aus dem Blick verliert und nur noch sich selbst liebt, versinkt die »irdische Stadt« im Chaos. Der Friede muss zuerst im eigenen Herzen beginnen, indem wir Stolz und Egoismus überwinden. Dies ist auch die Perspektive des Papstes. [...]
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