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| BETEN MIT FRANZ VON ASSISI (1) Gebet, das im Leben wurzelt |
Sei wach und achtsam im Alltag |
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Zeiten des Innehaltens sollte man nicht dem Zufall überlassen, sondern bewusst einplanen – allein oder gemeinschaftlich. Die Beziehung zu Gott muss ebenso gepflegt werden wie die zu Freunden. Foto: KNA |
Gebet wurde bei Franz von Assisi zu einer Haltung, sodass Celano über ihn sagt, der »ganze Mensch selbst« sei »Gebet geworden«. Das klingt nach dem Idealbild eines von frühester Jugend an frommen Menschen, ganz ausgerichtet auf Gott. Ein solches Vorbild erscheint zu perfekt, zu glatt und hätte wohl wenig Inspirationskraft in heutige Realitäten hinein – in einen oft eng getakteten Alltag, in biografische Brüche und Herausforderungen. Doch Franziskus zeigt sich anders: Einfach, geerdet und nahbar – ein geschwisterlicher Impulsgeber.
Am Anfang seines Lebens stand keine besonders intensive Religiosität, kein explizites Interesse an Kirche oder Liturgie, keine herausragende Frömmigkeit. Den jungen Kaufmannssohn prägt, wie bereits ausgeführt, zunächst ein Umfeld, das von Handel, gesellschaftlichem Aufstieg und ritterlichen Idealen bestimmt ist – weniger von intensiver Gottesbeziehung und Gebet.
Er besucht die Hospitalschule San Giorgio, lernt dort Latein und wird regelmäßig mit seinen Eltern die Sonntagsmesse besucht haben. Vorformulierte Gebete wie das Vaterunser und Bibeltexte sind ihm vertraut. Er liebt das Leben, Feste und Geselligkeit. Von einer besonderen Liebe zu Gott ist aus den ersten Lebensjahren wenig bekannt und auch Gebete aus dieser Zeit sind nicht überliefert. Franziskus war zunächst wohl eher »religiös unmusikalisch«, wie es der Philosoph Jürgen Habermas einmal über sich sagte.
Die göttliche Lebens- und Liebesmelodie beginnt er in den Umbrüchen, in Gefangenschaft, Krankheit und aufkommenden Fragen wahrzunehmen. Begegnungen mit Aussätzigen draußen vor der Stadt berühren und verändern den jungen Lebemann. Nicht eine besondere religiöse Schul- oder Ausbildung bilden die Basis seiner Gottesbeziehung, vielmehr erwächst diese aus einer inneren Unruhe, aus seinem Suchen und tastenden Unterwegssein, in dem er sich zunehmend mehr auf ein göttliches Du hin ausrichtet und Gott in seinem Leben als Urheber allen Lebens entdeckt. Im Testament wird er festhalten, dass Gott selbst es war, der in ihm die Liebe weckte. Gott habe, so Franziskus, in seinem Leben die Initiative ergriffen, nachdem er zuvor jahrelang um sich selbst kreiste.
Das mag heute dazu ermutigen, dass jede und jeder hineinwachsen kann in eine lebendige, tragende Gottesbeziehung, unabhängig von Prägungen, Vorerfahrungen oder Bildung. Außerdem bezeugt Franziskus’ Leben, dass man nicht alles selbst machen kann und muss, sondern, dass Beziehung ein Geschenk ist – auch die zu Gott! Der Blick auf Franziskus lädt ein: Sei wach und achtsam in dem, was dir im Alltag, in deinem Leben begegnet – es könnte Gottes Initiative sein! [...]
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