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| KIRCHE WOHIN? (5) Synodale Diakonie |
Neue Motivationen in Institutionen |
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Mitarbeiterinnen bereiten Suppen und Salate zu in der Küche des Caritas-Qualifizierungsprojekts KostBar in Bonn. Solche Werke der Barmherzigkeit gehören wesentlich zur Erneuerung der Kirche. Foto: KNA |
Die »Sendung« der Kirche, die es durch synodale Teilhabe zu fördern gilt, ist eine diakonische. »Diakon« ist das eigentliche Wort des Neuen Testaments für das kirchliche Amt: Dienst – nicht nur im Sinne des sakramentalen Diakonates, der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wiederentdeckt worden ist, sondern im Sinne Jesu, der sich selbst als »Diakon« verkündet und vermittelt: bis zur Hingabe seines Lebens (Mk 10,45).
Die Diakonie und Caritas der Kirche hat verschiedene Formen. Im Fokus stehen die Sozialstationen, die Krankenhäuser, die Pflegeheime, die Jugendzentren, die Familienbildungsstätten, die Frauenhäuser – nicht nur diejenigen, die direkt unter katholischer oder evangelischer Flagge segeln, sondern auch die kommunalen oder freien anderen Anbieter. Die gesamte Landschaft des effektiven Mitleids, der nachhaltigen Fürsorge, der medizinischen Kompetenz, der sozialen Hilfe zur Selbsthilfe hätte sich ohne den Einfluss des Christentums nicht so ausgebildet, wie es die Landschaft Deutschlands und Europas heute prägt.
Gegenwärtig ist nicht nur die Finanzierung diakonischer Qualität eine große Herausforderung – zumal die gesellschaftlichen und politischen Erwartungen groß sind, dass der besondere Geist, der kirchlichen Einrichtungen zugeschrieben wird, auch das reale Leben bestimmt. Ebenso wichtig ist eine konstruktive Antwort auf die Frage, wie angesichts zurückgehender Kirchenbindung – mitsamt den Problemen beim Glaubenswissen und der Kirchenpraxis – die Hoffnung am Leben gehalten wird, von der die Nächstenliebe getragen wird.
Dass es möglich ist, mit allen Menschen guten Willens konstruktiv zusammenzuarbeiten, ist im Ansatz der diakonischen Ethik begründet: Sie ist keine christliche Sondermoral, sondern eine Ethik für alle, die mit allen geteilt werden kann. Wichtig ist nur, die Motivationsquelle für die Samariterdienste nicht versiegen zu lassen: was Bildungsarbeit im Dienst am Nächsten voraussetzt, die Entwicklung klarer Profile des christlichen Einsatzes für andere und die Vernetzung mit anderen Organisationen, die humanitäre Ziele verfolgen. [...]
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