Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Hoffnungsort
QUELLEN DER SPIRITUALITÄT (1): MENSCHEN DES ALLTAGS

Die kostbaren Spuren Gottes in unserem Leben sehen lernen

Die kostbaren Spuren Gottes in unserem Leben sehen lernen
Fast jeden Tag arbeiten wir mit Kolleginnen und Kollegen Seite an Seite, verbringen oft die meiste Zeit in der Woche mit ihnen. Wie wird hier mit Schwierigkeiten umgegangen? Können wir offen miteinander reden? Was bringt uns am Arbeitsplatz menschlich und spirituell weiter?
Foto: Free-Photos/pixabay
»Gott ist mitten unter den Kochtöpfen!«, soll die heilige Teresa von Ávila gesagt haben. Der Satz enthält eine tiefe Wahrheit: Gott ist dort, wo sich unser alltägliches Leben und Arbeiten abspielt. Er begegnet uns in jenen Menschen, die im Alltag um uns herum sind: in ihrer Freundlichkeit und Hilfe, aber auch in ihrer Kritik und ihren schwierigen Seiten. Der erste Ort, an dem sich unsere Spiritualität bewähren muss, ist daher die Begegnung mit Menschen im Alltag. Manche haben wir uns ausgesucht, viele aber auch nicht. Manche werden wir als spirituelle Menschen erfahren, manche aber auch nicht. Alle jedoch haben uns im Blick auf unsere Spiritualität etwas zu sagen: Durch ihre Worte, denn sie nehmen uns von außen wahr und spiegeln uns diese Wahrnehmung. Durch ihr Verhalten, denn sie müssen mit unseren Ecken und Kanten ebenso klarkommen wie mit unseren guten Seiten. Durch ihr Dasein, denn auch wir müssen mit ihnen auskommen und sie als Teil unseres Lebens annehmen.

Von allen möglichen Kategorien spiritueller Gemeinschaft sind die Menschen in unserem täglichen Umfeld die anstrengendste, mitunter auch die widerständigste. Denn diesen Menschen in unserem direkten Miteinander können wir nicht so leicht ausweichen wie anderen. Unerbittlich begegnen sie uns und fordern uns heraus. Zudem sind sie es, die uns am besten kennen und am meisten von unserem wirklichen Leben wissen. [...]
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