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| ANTIKER SKANDAL |
Essen Christen Menschenfleisch? |
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Das Kolosseum in Rom wird im Gedenken an verfolgte Christen mit blutrotem Licht angeleuchtet. Es gilt als Hauptort der frühchristlichen Märtyrer, wo Christen, die sich weigerten, den Kaiserkult zu praktizieren, Raubtieren vorgeworfen wurden. Foto: KNA |
»Nehmt und esst – das ist mein Leib. Nehmt und trinkt – das ist mein Blut.« Das sind die bekannten Einsetzungsworte, die Jesus beim Letzten Abendmahl gesprochen hat und die uns insbesondere am Gründonnerstag, dem Tag der Einsetzung der Eucharistie, ins Gedächtnis gerufen werden. Doch dieser Auft rag der Christen war damals in der hellenistischen und römischen Welt ein Skandal. Über ein fatales Missverständnis und seine Folgen für die frühe Christenheit.
Wie sollte man das verstehen können, was da angeblich hinter verschlossenen Türen vor sich ging? »Nehmt, esst und trinkt – das ist mein Leib und Blut.« Dieser Auftrag Jesu an seine Anhänger zum kultischen Verzehr von menschlichem Fleisch und Blut, formuliert im Letzten Abendmahl vor seiner Kreuzigung, war für die antike Gesellschaft hochgradig verstörend, ja skandalös. Ohnehin waren »diese Christen« merkwürdig, eigenbrötlerisch, anders. Die Gerüchteküche im Römischen Reich brodelte.
Mit der Unterwerfung vieler Länder kam der römische Staat immer wieder in Kontakt mit auswärtigen Religionen und fremden Gottheiten. Diese Götter wurden den Unterworfenen nicht nur belassen, sondern oft sogar neu in die römische Religion mitaufgenommen. Die Schutzgötter der Kriegsgegner wurden so gleichsam hinübergezogen.
Der römische Staat ging nie gegen eine Religion als solche vor. Er handelte aber, wenn er die öffentliche Ordnung bedroht sah. Die Römer sahen den Erfolg ihrer Politik und Herrschaft in ihrem Götterglauben begründet. Eine pflichtgemäße Kultausübung garantierte die Fürsorge der Götter und damit das Wohlergehen des Reiches.
Um die innere Einheit des Staates zu festigen und dem römischen Weltreich neuen Zusammenhalt zu verschaffen, bemühten sich die Kaiser daher nach dem Ende der Republik um eine Neubelebung und Festigung des alten Götterglaubens. Zudem führten sie zur Zeit Jesu nach und nach zusätzlich einen Kaiserkult ein: Der aktuelle wie auch die verstorbenen Kaiser sollten als Götter verehrt werden – auch das als Garant für den Bestand des Reiches.
Während die Anhänger polytheistischer Religionen im hellenistisch oder germanischheidnisch geprägten religiösen Umfeld der Zeit keine Probleme hatten, neben ihren eigenen Göttern auch den römischen Kaiser zu verehren, lehnten Juden und Christen mit ihrem strengen Monotheismus Vielgötterei und auch den Kaiserkult ab. Das war für den römischen Staat ein politisches Problem. [...]
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