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| DIE REFORM DER OSTERNACHT |
Symbole der Feier besser verstehen |
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Das österliche Licht für alle: Die Auferstehungsfeier sollte mit dem Leben der Menschen verbunden werden. Für sie muss das Geschehen verständlich und erlebbar sein. Foto: KNA |
»Dies ist die Nacht«: Wer heutzutage eine katholische Osternacht besucht, hört diesen Satz im gesungenen Osterlob, dem »Exsultet«, gleich mehrere Male. Und seit 75 Jahren stimmt das auch wieder. Denn die Osternacht wird in vielen Kirchengemeinden am Abend des Karsamstags gefeiert, in anderen in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags. Doch jahrhundertelang war das anders – bis Papst Pius XII. in den 1950er-Jahren, also noch vor dem Konzil, durchgriff.
Eigentlich klingt es naheliegend: Die Osternacht wird in der Nacht gefeiert. Vom Dunkel ins Licht, vom Tod in die Auferstehung – nicht nur deswegen ist dieser ganz besondere Gottesdienst eine Feier voller Symbolik. Doch er war im Laufe der Geschichte mehr und mehr nach vorn gewandert und schließlich am Vormittag des Karsamstags angekommen. Vor allem aus pragmatischen Gründen, erklärt Johannes Funk. Der stellvertretende Leiter des Priesterseminars Sankt Lambert im rheinland-pfälzischen Lantershofen schreibt derzeit seine Doktorarbeit zur Osternachtsreform.
»Man hielt sogar noch die Fiktion des frühen Abends aufrecht, indem man vor der Feier die Non betete – also die Hore des Stundengebets, die sonst um drei Uhr nachmittags stattfindet«, erklärt Funk. Die Texte sprachen weiter von der Nacht. Und auch gefastet wurde nach Abschluss der Feier noch. »Christus ist noch im Grab und man feiert schon seine Auferstehung. Die Menschen haben gemerkt: Da passt irgendetwas nicht«, fasst Funk zusammen. Wirklich teilnehmen konnten an der Oster-»Nacht« kaum – nicht nur aus Zeitgründen, sondern auch, weil die lange Dauer und die lateinische Sprache das Verständnis erschwerten.
Vordenker der Reform, die dann in den 1950er-Jahren kam, habe es viele gegeben, so Funk. Schon Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch danach. 1930 habe der Augustiner-Chorherr Pius Parsch in der Nähe von Wien damit begonnen, die Osternacht am frühen Sonntagmorgen zu feiern und die Gläubigen mehr einzubinden, auch wenn er sich damit über geltende Regeln hinwegsetzte. Das sei anderswo dann vereinzelt übernommen worden, etwa in Leipzig und Köln, später auch in Trier. Teilweise seien auch schon muttersprachliche Elemente eingeführt worden, so dass nicht mehr nur auf Latein gebetet wurde.
Kritische Stimmen habe es natürlich gegeben, räumt Funk ein. Aber: »Steter Tropfen höhlt den Stein.« Auch nach Frankreich breiteten die neuen Ideen sich aus. Bitten nach Rom, die Art der Feier offiziell einführen zu dürfen, wurden jedoch wiederholt ausgeschlagen. Dabei wurde dort schon längst eine umfassende Liturgiereform überlegt. Den Stein endgültig ins Rollen brachte laut Funk der französische Kardinal Achille Liénard, Bischof von Lille und Vorsitzender des Vorläufers der heutigen französischen Bischofskonferenz. [...]
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