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| MEIN LEBEN NEU ORDNEN (5) Sich der eigenen Wahrheit stellen |
Meine Kapitulation vor Gottes Liebe |
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Im Blick auf die Liebe Jesu kann ich das Bild, das ich mir von mir zurechtgezimmert habe, loslassen, weil es ein Idealbild ist, um mich so anzunehmen, wie ich wirklich bin. Foto: olly/pexels |
Am dritten Fastensonntag stand im Zentrum des Sonntagsevangeliums die Begegnung Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4). Diese Erzählung hat vielfältige Dimensionen. Eine davon ist, dass sich im Verlauf des Gesprächs die Frau mit ihren eigenen Lebenswahrheiten konfrontiert sieht. Nicht, weil Jesus den moralischen Zeigefinger erhebt, sondern sich ganz organisch ein Gespräch mit ihm entwickelt. Ähnliches geschieht auch beim Beten in den Geistlichen Übungen des Ignatius.
Wer am Abend ehrlich den Tag anschaut, der sieht auch die eigenen Grenzen und das eigene Unvermögen. Wer auf längere Abschnitte seines Lebens blickt, sieht das eigene Leiden und Unrecht, das ihm von anderen Menschen angetan wurde. Jeder Mensch, der ehrlich in sich geht und sich selbst reflektiert, erkennt aber auch, dass er selbst nicht nur Opfer von Unrecht oder dem Unvermögen anderer ist, sondern auch selbst an anderen Menschen so handelt. Jeder Mensch ist Opfer und Täter. Die Bibel spricht hier von Sünde.
In der sogenannten Krisen- und Umkehrphase der geistlichen Übungen des Ignatius stehen diese Themen im Mittelpunkt. Man kann nach dem Mannheimer Jesuitenpater Alex Lefrank, einem großartigen Kenner der Exerzitien und langjährigen Exerzitienbegleiter, diese Unheilserfahrung in vier Bereiche einteilen:
Im ersten Bereich geht es um Verletzungen, die ich selbst im Zusammenleben durch mir nahestehende Personen erfahren habe. Im zweiten Bereich bin ich Krankheiten und Unglücksfällen ausgeliefert, für die niemand direkt verantwortlich gemacht werden kann. Zum dritten ist jeder in unserer globalen Welt in unheilvolle und ungerechte gesellschaftliche Entwicklungen und Strukturen verstrickt, in denen ich sowohl Betroffene bin, aber auch selbst zu diesem unheilvollen Zusammenhang beitrage. Dieser Dynamik kann kein Mensch entkommen, wir werden in sie hineingeboren. Die Theologie nennt diese Verstrickung »Erbsünde« – ein Begriff, der heute erklärungsbedürftig ist und immer wieder zu Missverständnissen führt. Der vierte Bereich betrifft mein eigenes Versagen und Verhalten, durch das ich anderen Menschen Schaden zufüge und dadurch schuldig werde.
Diese vier Bereiche sind nicht klar voneinander zu trennen und greifen auch im persönlichen Leben ineinander. Es ist nicht möglich, isoliert auf mein persönliches Versagen zu schauen, da es immer eingebettet ist in ein soziales Umfeld und sich gesellschaftliche und politische Entwicklungen auf mein Handeln auswirken können, was auch umgekehrt gilt. Konkret könnte das bedeuten, dass ich mir in diesen Tagen Zeit und Raum nehme, auf meine Verletzungen zu schauen, an denen ich (noch) leide. Möglicherweise entdecke ich eine Heilungsgeschichte, die mir neue Perspektiven schenkt. [...]
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