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| Elternhaus |
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| SCHEIDUNGSKINDER |
Wie Kinder vom Nestmodell profitieren können |
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Endlich wieder Papa sehen! – In den meisten Scheidungsfamilien wohnen die Kinder bei einem Elternteil, während das andere nur zu Besuch kommt. Oder die Kinder müssen pendeln. Gibt es bessere Alternativen? Foto: sturti/iStock |
Im vergangenen Jahr ließen sich in Deutschland knapp 130 000 Ehepaare scheiden. Wenn es ein Kind oder mehrere Kinder gibt, dann sind die Herausforderungen meist größer als die Finanzen und der Wohnungs- oder Hausstand. Dann heißt es oft: Mama oder Papa? Nach einer Trennung müssen Kinder meist zwischen beiden Elternteilen pendeln. Oft kommt es zu Loyalitätskonflikten. Ein alternatives Sorgemodell will dem entgegensteuern.
Bei Trennung und Scheidung leiden Kinder besonders: Frühere gemeinsame Gewohnheiten gehen verloren. Die Familie lebt nicht mehr unter einem Dach. Einige Eltern erproben zur Regelung des Kindesumgangs nach einer Trennung deshalb das sogenannte Nestmodell: Das Kind bleibt nach der Trennung im gewohnten Elternhaus. Die Eltern betreuen das Kind dort abwechselnd. US-Psychologen lobten das Nestmodell bereits in den 2010er-Jahren als Variante einer »besseren Scheidung«. Sie biete Trennungskindern mehr Stabilität. Routinen blieben unverändert. Damit könnten sich Kinder leichter an die Trennung gewöhnen. Seitdem schwappt der Trend auch nach Europa über.
Traditionell gibt es in Deutschland zwei Möglichkeiten zum Umgang mit den Kindern nach einer Scheidung: Beim sogenannten Residenzmodell wohnen die Kinder bei einem Elternteil. Der andere besucht sie in regelmäßigen Abständen. Beim Wechselmodell leben die Kinder dagegen abwechselnd bei beiden Elternteilen. Oft werden die Modelle familiengerichtlich angeordnet, weil sie am ehesten den Bedürfnissen von erwerbstätigen Eltern entsprechen.
Für Kinder bringen beide Varianten oft Nachteile. »Sie stehen beim Residenzmodell und beim Wechselmodell räumlich zwischen beiden Elternteilen. Beziehungskonflikte werden dann oft auf die Kinder übertragen«, sagt Rechtsanwalt und Familienmediator Erich Kager aus München. Das aber führt zu Loyalitätskonflikten.
Das Nestmodell sieht Kager deshalb als attraktive Alternative. »Nicht die Kinder, sondern die Eltern müssen sich hier arrangieren«, so Kager. »Sie sind damit gezwungen, an ihren Problemen zu arbeiten.« Er empfiehlt ein Kinderkonto, das gemeinsam befüllt wird und von dem die Kosten für Miete, Essen und Kita bezahlt werden können. »In welchem Zyklus die Elternteile sich in der Betreuung abwechseln, spielt keine Rolle«, sagt Kager. »Wichtig ist, dass sie sich auf ein Modell einigen und neue Beziehungspartner mit einbeziehen.« [...]
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