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Soziales Miteinander statt großer Rechenkünste |
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Der erste Schultag ist für die Kinder, aber auch für Eltern etwas Besonderes. Gerade diese können viel tun, um es dem Kind so leicht wie möglich zu machen. Foto: FG Trade Latin/iStock |
Rund 113 000 Schulanfängerinnen und Schulanfänger hat das Statistische Landesamt Baden-Württemberg im Herbst 2025 verzeichnet. Eine ähnliche Zahl an Kindern besuchte vor Kurzem auch zum ersten Mal die Grundschule. Ein bisschen Aufregung gehört dazu – schließlich ist der Übergang vom Kindergarten in die Schule ein bedeutender Meilenstein – und zwar für das Kind wie für die gesamte Familie. Doch wie meistert man den Wechsel möglichst geräuschlos und positiv?
Übergänge – in der Fachliteratur auch als »Transitionen« bezeichnet – gehören zum Leben. Was bei den Kleinsten mit dem Eintritt in die Kinderkrippe oder in den Kindergarten beginnt, setzt sich fort bis ins hohe Alter: Wechsel an Grundschule, weiterführende Schule oder in den Ausbildungsbetrieb, der Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen, Geburt und Auszug der Kinder, Trennung vom Partner und so weiter. Bei all diesen Übergängen müssen wir einschneidende Veränderungen und Herausforderungen bewältigen – und werden zugleich in jedem Lebensabschnitt mit neuen Chancen und Möglichkeiten beschenkt.
Wann ein Kind schulreif ist, ist heute nicht mehr so eindeutig zu beantworten wie noch vor 30 oder 40 Jahren. »Die Kinder sind heute unterschiedlicher denn je, bringen verschiedene Erfahrungen aus dem Elternhaus mit, haben verschiedenste kulturelle Prägungen, sind sehr individuell erzogen«, sagt eine erfahrene Grundschullehrerin aus Würzburg. Seit fast 30 Jahren nimmt sie Erstklässler in Empfang und beobachtet dabei eine »ungeheure Spannbreite«.
Ob ein Kind schon vor Schuleintritt alle Buchstaben kennen, eventuell sogar lesen oder rechnen können soll? »Das zu vermitteln ist Aufgabe der Grundschullehrkraft« stellt die Expertin klar. Wichtig sei, dass ein Kind seinen Namen schreiben, vorwärts und rückwärts bis zehn zählen, Zahlen und Mengen bis fünf simultan erfassen kann und im Umgang mit dem Würfel geübt ist. Lesen, Schreiben und Rechnen werde dagegen nicht vorausgesetzt.
Entscheidend seien vor allem Alltags-Kompetenzen, etwa dass sich das Kind längere Zeit auf eine Sache konzentrieren und alleine beschäftigen kann, ein gewisses Maß an Selbstständigkeit sowie grundlegende sozial-emotionale Kompetenzen mitbringt. [...]
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