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aktuelle Doppelausgabe 36-37/2026 |
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| SCHULWEG |
Wie Lehrer und Eltern Kindern Sicherheit geben |
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Ein Verkehrspolizist erklärt Schülerinnen und Schülern, wie sie sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr verhalten müssen – damit der Schulweg immer sicher bleibt. Foto: KNA |
Sicher zur Schule und zurück kommen – das ist keine Selbstverständlichkeit. Kinder fühlen sich vom Straßenverkehr oft überfordert – erst recht, wenn sie mit dem Fahrrad fahren. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub bietet hier zum Beispiel Kurse für Schulen an.
Nach den Sommerferien beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt – egal, ob sie in die Grund- oder weiterführende Schule kommen. Der Schulweg kann dabei zur Herausforderung werden. Denn der Straßenverkehr wird immer dichter und komplexer. Laut ADAC Stiftung ist vor allem der Weg zur Schule bei den sechs- bis 14-Jährigen mit Risiken verbunden, wie eine Umfrage unter Lehrkräften im Frühjahr ergab. Im Jahr 2024 verunglückten demnach 27 260 Kinder dieser Altersgruppe im Straßenverkehr; 13 Prozent der Unfälle passierten zwischen 7 und 8 Uhr morgens.
Leise E-Fahrzeuge, auf Gehwegen parkende Paketwagen, eilige Radfahrer – schon Erwachsene müssen sich auf der Straße konzentrieren. Kinder können damit erst recht überfordert sein und finden sich oft nur unzureichend zurecht. Fast jedes zweite Kind (47 Prozent) leidet laut der Umfrage unter erheblichen Aufmerksamkeitsdefiziten im Straßenverkehr. Vor allem Grundschüler hätten Probleme, etwa Entfernungen einzuschätzen und Gefahren zu erkennen.
Ein Grund, warum beispielsweise Martin Jennes für den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Fahrradkurse in Bonner Grundschulen anbietet: Die Kinder werden spielerisch an das Radfahren herangeführt. 13 Unterrichtsstunden sind dafür laut Lehrplan für Viertklässler vorgesehen – rechtzeitig, bevor sie dann nach dem Sommer an eine andere Schule wechseln. Für Erwachsene sei diese durchaus komplexe Art der Fortbewegung meist selbstverständlich, Kinder dagegen müssten das erst lernen: die Balance halten, sicheres Lenken, punktgenaues Bremsen, das Fahrrad richtig handhaben. »Das Rad muss wie ein Teil von mir sein – man muss über das Fahren nicht mehr nachdenken. Die Kinder müssen da erstmal hinkommen.«
Durch das Training entwickeln sie Routinen, die sicheres Verhalten im Straßenverkehr ermöglichen. Es sei aber ein Irrtum von Eltern zu glauben, dass die Kinder nach der bewerteten Abschlussfahrt nun fit für den Straßenverkehr seien. Deshalb sieht der Experte auch die Eltern in der Pflicht. Sie sollten schon in den Schulferien morgens mit den Kindern zur neuen Schule radeln, mögliche Gefahrenstellen analysieren und alternative Routen suchen. [...]
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