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| DIGITALE ERZIEHUNG |
Smartphone & Co: Alles kinderleicht? |
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Das Kind schnell mal vor dem Tablet geparkt passiert in vielen Haushalten, weil man als Elternteil so sicher sein kann, für ein paar Minuten Zeit für andere Dinge zu haben. Das kann aber Konsequenzen haben. Foto: Liderina/iStock |
Die Chefin wartet auf die Präsentation, die Wäsche muss aufgehängt und ein Arzttermin vereinbart werden – und das Kind hat derweil Langeweile und quengelt. Alles, was man sich in dieser Situation wünschen würde, wäre eine Viertelstunde Ruhe. Da kann es schon verführerisch sein, den Nachwuchs mal eben vor dem Smartphone oder dem Tablet zu parken. Und ist das nicht vielleicht sogar eine gute Vorbereitung für später, wo doch immer alle eine Affinität zu Internet, Social Media & Co. fordern? Die Antwort ist, wie fast immer, gar nicht so einfach.
Fast alle Eltern kennen das Kampagnen-Video »Schau hin was Dein Kind mit Medien macht« des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Erst gehen die Sexarbeiterinnen direkt durchs Kinderzimmer, dann schauen die Neonazis vorbei und schließlich will auch noch der pädophile Nachbar einen Besuch abstatten. Diese Gefahren uneingeschränkter Internetnutzung sind so einfach wie plakativ. Viel subtiler kommen aber andere Punkte daher, vom eindeutigen Suchtpotenzial vieler Spiele-Apps, über den übermäßigen Einfluss von Influencern und anderen digitalen Vorbildern, bis hin zur Vereinsamung. Zudem beklagen viele Kinderärzte, dass seit der Pandemie die tägliche Bewegungsdauer von Kindern und Jugendlichen stark gesunken ist – was einerseits dem Lockdown geschuldet war, was aber andererseits auch mit der Zuwendung zu digitalen Beschäftigungsangeboten einhergeht.
Andererseits gibt es tatsächlich sehr gute digitale Lernangebote, bei denen Inhalte kindgerecht und spielerisch vermittelt werden. Wenn Lernen Spaß machen kann, warum sollte man das seinem Kind schon verwehren? Und man muss ja auch kein Psychologe sein, um zu verstehen, dass alles, was verboten ist, ganz automatisch eine große Faszination auf wohl jedes Kind ausübt. Und sobald dieses mal den Kindergarten und später die Schule besucht, werden sich immer Altersgenossen finden, die zumindest vorgeben, im Internet mehr zu dürfen als der eigene Nachwuchs oder sogar alle Kniffe kennen, um eventuelle Kindersicherungen zu umgehen.
Was also tun? Es gibt an sich keine andere Lösung, als Sohn oder Tochter altersgerecht an das Thema heranzuführen. Wertvolle Hilfestellungen biete dabei die bereits erwähnte Plattform »Schau hin!«. Die abgedeckte Vielfalt ist dabei groß: Vom sogenannten Sharenting, also dem Teilen von eigentlich harmlosen Kinderfotos in den Sozialen Medien, das aber dennoch Risiken birgt, bis hin zu den Gefahren für die kindliche Psyche, die mit gezielter Falschinformation im Internet einhergehen, und den neuen Gefahren hinter den Online-Spielen. Auch das Thema Sexting wird angesprochen, also wenn Heranwachsende sexualisierte Aufnahmen von sich selbst online teilen. [...]
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