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| FERIENBETREUUNG |
Wenn der Sommer zur Belastungsprobe wird |
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Eine Wasserschlacht im Garten? Purer Spaß für die ganze Familie. Manchmal muss und kann es eben nicht der große Urlaub im Ausland sein. Doch auch dafür haben nicht alle Eltern Zeit. Foto: AleksandarNakic/iStock |
Für zahlreiche Menschen bleibt die Urlaubsreise ein unerfüllter Traum. Nicht jede Familie hat die finanzielle Möglichkeit dazu. Gibt es keinen Urlaub, muss die wochenlange Ferienzeit mitunter mühsam überbrückt werden. Die Eltern kommen an ihre Grenzen, wenn es keine Angebote von Kirche, Vereinen oder der Stadt gibt. Außerdem kann die finanzielle Lage der Eltern auch zu sozialer Ausgrenzung der Kinder führen, wenn das Geld für Freibad, Freizeitangebote oder dergleichen fehlt.
Strand, blaues Meer und südliches Flair – die Sommerferien sind oft mit hochgesteckten Ansprüchen verbunden. Familien greifen für die schönste Unterbrechung des Jahres teils tief in die Tasche. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus: »Wir gehen in der Nähe campen«, meint eine junge Mutter aus dem baden-württembergischen Kehl. Die Familie springe zudem beim Betreuen der Kinder ein.
Der Sommer ist für viele Familien keine Saison der Leichtigkeit. Berufstätige Eltern haben meist nur begrenzt Urlaub. Eine Herausforderung sind zudem längere Schließzeiten von Kindertagesstätten im Sommer. »Wer betreut die Kinder?« – so lautet deshalb eine gängige Frage in den Ferienwochen, die dem Klischee zufolge eigentlich ganz unbeschwert und entspannt verlaufen sollten.
Das Budget von Menschen in Deutschland für eine mindestens einwöchige Unterbrechung des Alltags wird vielfach knapper, wie aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Norisbank hervorgeht. Gut ein Viertel (26,4 Prozent) der im März Befragten gab demnach an, entweder im laufenden Jahr überhaupt nicht in Urlaub zu gehen oder außerhalb der Sommerferien zu verreisen. Falls auf den Urlaub ganz verzichtet werde, fehle in erster Linie das Geld, resümiert das Kreditinstitut, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank.
Der Deutsche Caritasverband sorgt sich, dass viele Kinder auf eine Reise, ein Feriencamp oder sogar aufs Schwimmbad verzichten müssen. Das bedeute letztlich, gegenüber Gleichaltrigen benachteiligt zu sein. »Für hunderttausende Kinder in Deutschland, die in Armut oder prekären Verhältnissen leben, ist die Ferienzeit eine Phase der Ausgrenzung«, sagt eine Sprecherin der Wohlfahrtsorganisation der katholischen Kirche auf Anfrage. Der Verband ermöglicht nach eigenen Angaben Kindern erschwingliche Aufenthalte. So bietet etwa die Caritas Mannheim Kinderfreizeiten auf der Nordseeinsel Ameland und an anderen Orten an. Die Diakonie Deutschland und andere gemeinnützige Organisationen sind ebenfalls in dem Bereich aktiv. Bund und Länder ermöglichen es Familien mit wenig Einkommen, günstig Urlaub zu machen. [...]
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