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| MUSIKPÄDAGOGIK |
»Jede und jeder kann singen« |
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Schon früh erkennen viele Eltern, dass ihre Kinder Spaß daran haben, sich zu bewegen, wenn Musik gehört wird. Daran kann und sollte man als Eltern ansetzen. Das Erkunden von Musik und Rhythmus hilft bei der kindlichen Entwicklung. Foto: Liderina/iStock |
Singen, trommeln, rasseln, klatschen: Schon die Kleinsten reagieren auf Klänge und Rhythmus. Welche Rolle spielt Musik bei der kindlichen Entwicklung? Und wie und wo entdecken Kinder die Welt der Töne? Eine Musikpädagogin erklärt, wie Eltern ihre Kinder an die Musikwelt heranführen können.
Musik bewegt: Sie macht gute Laune und rührt zu Tränen. Sie beruhigt, sie tröstet, sie bringt in Bewegung. Das spüren schon die Kleinsten, lange bevor sie Worte dafür finden. Forscher der Universität Wien zeigten im Rahmen einer aktuellen Studie, dass das Gehirn Musik bereits ab dem dritten Lebensmonat verarbeitet: Sie beobachteten bei den Babys eine verstärkte Gehirnaktivität, wenn ihnen Kinderlieder vorgespielt wurden. Ab rund zwölf Monaten fingen die Kinder auch an, sich rhythmisch dazu zu bewegen. »Musik ist für Babys nicht nur Hintergrundklang und kann in der Entwicklung schon früh dazu eingesetzt werden, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Bewegungen miteinander zu verknüpfen«, lautet das Fazit der Wissenschaftlerteams.
Ihr Kind musikalisch zu fördern, ist vielen Eltern ohnehin ein Anliegen. Entsprechende Angebote gibt es reichlich: Eltern-Kind-Musikgruppen starten bei manchen Anbietern bereits im ersten Lebensjahr, andere setzen bei anderthalb bis drei Jahren an. Ab etwa drei bis vier Jahren schließen sich Kurse an, in denen Kinder ohne Eltern in der Gruppe musizieren, spielen, tanzen und erste Instrumente ausprobieren.
Gemeinsam ist solchen Programmen ein ganzheitlicher Ansatz. Es geht nicht um Leistung, um richtige oder falsche Töne. Sondern »um das Erfahren und Erkunden von Musik, Sprache und Bewegung, um die Möglichkeit, sich spielerisch und kreativ selbst auszuprobieren«, sagt Annalouise Falk, Professorin für Elementare Musikpädagogik an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart.
Da kann es zum Beispiel um den Unterschied zwischen laut und leise gehen, verdeutlicht Falk: Man kann ihn hören und man kann selbst mit der Stimme oder mit einem Instrument laute und leise Klänge erzeugen. Man kann sie in Bewegung umsetzen oder als Bild auf einem Blatt Papier. Und man kann nachspüren, wie sich der Körper dabei anfühlt. Ganze Klanggeschichten können auf diese Weise entstehen. [...]
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