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Den Glauben mit
auf Reisen nehmen |
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Einmal dem ganzen Alltagstrott mit Schule, Freizeitstress und Arbeit entfliehen. Bei vielen Familien ist der große Sommerurlaub der Ausgleich. Passen Glaube und Spiritualität dann noch ins Gepäck, wenn es an den Gardasee oder in die Berge geht? Fotos: Imgorthand/iStock |
»Wir sind dann mal weg!« – Ohne Gott im Urlaub? Nach den ersten heißen Tagen des Jahres lässt es sich nicht mehr leugnen: Der Sommer ist da. Und zum Sommer gehört für viele Familien der alljährliche Familienurlaub, auf den man teilweise schon Wochen und Monate lang hin fiebert. Einfach einmal weg fahren: Raus aus dem gewohnten Alltagstrott, weg von Kindergarten, Schule, Arbeit und allem drum herum. Einfach einmal zur Ruhe kommen: Sich echte Erholung gönnen und die gemeinsame Zeit mit der Familie genießen. Einfach einmal alles hinter sich lassen. Wirklich alles?
Wenn man sich die voll gepackten Taschen, Koffer und Rucksäcke so anschaut, sieht das eher nicht danach aus. Ganz im Gegenteil. Viele Dinge werden eingepackt, weil wir sie ganz offenkundig brauchen, wie zum Beispiel Zahnbürste, Schlafanzug oder Sonnencreme. Aber anderes findet seinen Weg ins Gepäck, weil wir es einfach gern dabei haben und es für unser persönliches Wohlbefinden mitnehmen möchten. Man denke hier beispielsweise an das Lieblingskuscheltier, den neuen Bretagne-Krimi oder die Noise-Cancelling-Kopfhörer, also Kopfhörer, die Geräusche unterdrücken. Und wir fahren meistens auch nicht alleine in den Urlaub, sondern gemeinsam mit unseren Liebsten: mit unseren Kindern, Eltern oder auch Freunden. So vieles, was uns wichtig ist und uns ausmacht, darf also mit in den Urlaub. Und am liebsten reisen wir mit unseren Lieblingsmenschen. Aber nehmen wir auch Gott mit? Darf auch unser Glaube mit in den Urlaub? Geht das überhaupt?
Dass Gott uns auf unseren Reisen begleitet, ist klar; aber auch unser gelebter Glaube muss nicht zu Hause bleiben – selbst nicht im Urlaub mit den Kleinen. Einige tägliche Familienrituale sind völlig ortsungebunden möglich. Gerade mit kleineren Kindern ist es sogar hilfreich, möglichst viel aus dem vertrauten Alltag auch in der Fremde zu leben, damit sie sich wohlfühlen. Und das gilt nicht nur für das Händewaschen vor dem Essen, das Zahnputzlied oder die Gute-Nacht-Geschichte. Was spricht gegen das von zu Hause gewohnte Tischgebet im Restaurant oder auch auf der Picknickdecke am Strand? Warum sollte man im Urlaub mit den Kleinen vor dem Schlafengehen nicht auch dem lieben Gott von den Erlebnissen des Tages erzählen? [...]
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