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| HOCHBEGABT |
Wenn Vater und Sohn »schneller« denken |
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Schach, Mathe, ein Musikinstrument: Jede Hochbegabung ist anders ausgeprägt. Die Stigmata in der Gesellschaft bleiben aber gleich. Foto: supersizer/iStock |
Rund zwei Prozent der Bevölkerung gelten als hochbegabt. Wie sich das im Alltag konkret auswirkt, hängt jedoch stark vom jeweiligen Umfeld ab. Vater und Sohn von Familie Schenkl sind hochbegabt. Beide erzählen wie es ist und welche Herausforderungen ihnen begegnen.
Als Mark Schenkl in seinem Postfach die Mail mit dem Ergebnis seines IQ-Tests sieht, öffnet er das Dokument mit einem mulmigen Gefühl. Vor allem die Memorierungsaufgaben waren ihm nicht so leichtgefallen. Dabei hatte der zweifache Familienvater, der in der IT-Sicherheit eines großen deutschen Automobilherstellers arbeitet, sich tagelang akribisch vorbereitet. Auch mithilfe eines Buchs mit mehr als 500 Übungsaufgaben.
Der Münchner ist Vater eines hochbegabten 13-Jährigen, der schon im Kindergarten verhaltensauffällig war. Weit früher als seine Altersgenossen konnte er Bargeld zählen oder den Speiseplan lesen, erzählt der Informatiker. Eine aufmerksame Erzieherin sprach die Eltern darauf an. Sie wies auf die Gefahr hin, dass der Junge später in der Schule unterfordert sein könnte.
Ein IQ-Test wird erst vor der Einschulung empfohlen. So warteten die Eltern noch einige Jahre, dann ließen sie ihren Sohn die Probe aufs Exempel machen. Das Ergebnis: ein Intelligenzquotient (IQ) von knapp über 130 – die Schwelle, ab der Hochbegabung angenommen wird.
Ein paar Jahre später hat nun auch Mark Schenkl diesen Test gemacht: »aus Neugier«. Als einer von jährlich mehreren Tausend Menschen in Deutschland. 2025 hat allein der Verein Mensa nach eigenen Angaben über 5000 Menschen getestet. [...]
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