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| Elternhaus |
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| INTERVIEW |
Muss Elternsein neu gedacht werden? |
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Als junge Mutter kommen Ratschläge zur Erziehung nicht nur von den eigenen Eltern und den Großeltern, sondern auch aus den sozialen Medien. Dabei eine zuversichtliche und selbstbewusste Mutter zu sein, ist eine Kunst. Foto: miniseries/iStock |
Marlies Heckner ist 29 Jahre alt, Mutter zweier Kinder und ist erfolgreiche Influencerin. Über 1,6 Millionen Menschen verfolgen ihre kurzen Alltags- und Erziehungsvideos auf den sozialen Medien. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, das gerade junge Eltern dazu ermutigt, es anders zu machen: weniger Perfektionismus, mehr Vorbild mit eigenem Weg.
Macht man Kindern alles recht, beschweren sie sich später, nicht selbstständig genug zu sein. Tut man es nicht, fühlen sich Kinder nicht gesehen. Eltern können nicht alles richtig machen, oder?
Das ist zwar eine Suggestivfrage, aber ja, ich denke es ist menschlich, Fehler zu machen. Ich denke außerdem, dass die Kindheit zwar wichtig für den weiteren Weg eines Menschen ist, dass die Auswirkungen kindlicher Erfahrungen andererseits aber auch überbewertet werden. Überspitzt: Der eine Mensch wird in der Kindheit misshandelt und endet als Serienmörder, der andere erlebt genau dasselbe und wird Sozialarbeiter, um misshandelten Kindern zu helfen. Unsere Kindheitserfahrungen prägen uns, sie beeinflussen unsere Hirnentwicklung. Gleichzeitig kann unser Gehirn neuronale Strukturen lebenslang neu verknüpfen. Das heißt, ich bin kein Opfer meiner Erfahrungen, ich kann sie hinter mir lassen und mich weiterentwickeln. Natürlich klingt das leichter, als es ist. Je nachdem, welche Erfahrungen man gemacht hat, sollte man sich therapeutisch begleiten lassen. Doch einzelne Erniedrigungen, wenn die Eltern mal geschimpft oder ein falsches Geschenk zum Geburtstag geschenkt haben, machen kein Trauma. Solche Erfahrungen haben nicht dazu beigetragen, dass man selbst nicht resilient ist. Das kann viele andere Ursachen haben.
In der Osloer Bibliothek gibt es einen Kinderbereich, viel Platz für Kinderwägen – Kinder sind willkommen. In Deutschland sollen Kinder bloß nicht durchs Restaurant düsen, sondern sich wie Erwachsene verhalten. Warum?
Ich denke, das Problem ist, dass wir hierzulande stark zwischen Kinderwelt und Erwachsenenwelt trennen. Der Druck, die Kinder optimal zu fördern und Kinder »kindgerecht« zu behandeln hat diese »Spaltung« meiner Meinung nach verstärkt. Wir bauen immer mehr eine Parallelwelt für Kinder, was dazu führt, dass Familien mit jüngeren Kindern in einem anderen Bereich existieren, als andere Erwachsene. Dadurch ist es ungewohnt und wird eher als störend empfunden, wenn ein Baby in einem Restaurant weint. Ich denke, es gibt keine einfach Antwort auf diese Frage. Die gängigste Antwort ist oft: »Früher wurden Kinder verprügelt, deshalb waren sie ruhig. Heute dürfen die Kinder eben Kinder sein und das triggert Erwachsene, die nicht so frei sein durften.« Ich halte diese These für undifferenziert. [...]
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