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Wie ist das mit der Vergebung?
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Elternhaus
PAARTHERAPIE

Bei Konflikten in der Beziehung sind beide schuld

Bei Konflikten in der Beziehung sind beide schuld
Meinungsverschiedenheiten in einer Beziehung sind normal. Doch artet jede davon in einem Streit aus, stimmt etwas in der Partnerschaft nicht. Zeit, gemeinsam daran zu arbeiten.
Foto: Photodjo/iStock
Die Beziehung läuft nicht rund, und ständig gibt es Streit? Spätestens dann ist es an der Zeit, an der Beziehung zu arbeiten. Therapeutin Birgit Jakobs gibt in ihrem Buch konkrete Tipps, wie es besser werden kann.

Beziehungen sind heute zerbrechlicher als früher. Trennungen passieren schneller, die Erwartungen sind womöglich höher, das Leben ist komplexer als früher. Und dennoch bleibt der Wunsch nach einer auf Dauer angelegten, stabilen Partnerschaft ungebrochen. »Der Mensch ist auf Paarbeziehungen angelegt«, schreibt die Psychotherapeutin Birgit Jakobs in ihrem neuen Buch »Paartherapie auf der eigenen Couch«. Die Frage ist nur: Wie kann man eine erfüllende Beziehung führen? Was kann man tun, wenn es immer häufiger kracht?

Die Therapeutin hat eine gute Nachricht parat: Paare können viel selbst tun – dafür müssen sie noch nicht einmal das Haus verlassen. Der Schlüssel liege in konsequenter, ehrlicher Arbeit an sich selbst und an der Beziehung, stellt sie klar. Probleme entstehen nie nur bei einer Person, betont Jakobs. »Wenn eine Beziehung nicht richtig funktioniert, haben immer beide damit zu tun«, schreibt sie. Und warnt: Solange einer die Schuld ausschließlich beim anderen suche, bleibe jede Veränderung unmöglich. Der erste Schritt zur Selbsthilfe liege bei einem selbst, erklärt die Therapeutin. Oft liegen die Ursachen tiefer, da Beziehungsmuster in der Kindheit angelegt und geprägt werden. Also sei eine hilfreiche Frage, wie man die Ehe oder Beziehung der eigenen Eltern erlebt und verarbeitet habe.

»Es ist sinnvoll, sich mit den eigenen, in der Kindheit geprägten Beziehungsmustern auseinanderzusetzen und sich deren Entstehung wirklich bewusst zu machen«, sagt Jakobs. »Das erfordert einen gewissen Mut. Unsere frühen Muster prägen unsere späteren Erfahrungen zutiefst.« Ein weiterer Baustein ist laut der Therapeutin die Eigenverantwortung für das eigene Glück. Eine funktionierende Beziehung bedeute nicht, dass der Partner oder die Partnerin alle Bedürfnisse erfüllt. Die Expertin verweist auf Studien, die zeigen: In stabilen Partnerschaften sind beide auch für sich allein zufrieden. Sie empfiehlt zu überlegen, ob man aus sich heraus Glück empfinden könne und wie es bei dem Partner oder der Partnerin aussehe. Auch möge man sich die Frage stellen, inwiefern man zum Glück der anderen Person beitrage. [...]
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