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Wie ist das mit der Vergebung?
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Wenn Großeltern ihre Enkel nicht mehr sehen dürfen

Wenn Großeltern ihre Enkel nicht mehr sehen dürfen
Walter und Erika sind traurig darüber, dass ihre Enkel ab sofort nicht mehr in ihrem Garten spielen werden. Die Eltern haben den Kontakt abgebrochen. Walter und Erika finden mittlerweile Trost bei Gleichgesinnten Großeltern – dank einer Initiative.
Foto: KNA
Oft heiß geliebt und immer verfügbar sind Omas und Opas, die sich um ihre Enkel kümmern. Sie verwöhnen die Enkel meist mit Dingen, die sie bei den Eltern nicht dürfen und sie sind oft der beste Babysitter- Ersatz. Bei Trennungen ist ihr Recht auf Umgang fragil. Wenn die Eltern aus unterschiedlichen Gründen den Kontakt verbieten, lässt sich oft nichts machen. Eine Initiative will das ändern.

Diesen Moment wird Christa M. in ihrem Leben nicht vergessen. »Das ist doch die Oma. Warum darf die nicht zu uns?« Als sie diese Sätze durch die geschlossene Wohnungstür hört, weiß sie, dass sie in Zukunft nicht mehr klingeln wird. »Es war furchtbar für die Kinder. Sie durften die Tür nicht öffnen «, erinnert sich die 60-Jährige. »Das sollen die beiden nie wieder erleben.«

Bis zu diesem Tag habe sie häufig auf die Mädchen aufgepasst. Doch nach der Trennung der Eltern habe die Mutter den Kontakt zum Vater abgebrochen, sagt sie. Und den zu ihr gleich mit. Verletzte Gefühle und erbitterter Streit zögen das Verfahren über das Umgangsrecht in die Länge, eine Entscheidung sei nicht in Sicht. Ihren richtigen Namen will Christa M. lieber nicht veröffentlicht sehen – aus Sorge, die Chance auf ein besseres Verhältnis zu gefährden.

Ein Drittel aller Großeltern im Alter von 60 bis 90 Jahren kümmern sich regelmäßig um ihre Enkel, dokumentiert das Deutsche Zentrum für Altersforschung. Sie haben feste »Enkeltage«, springen ein, wenn es nötig ist. Wenn das gut läuft, gewinnen alle. Die Eltern gewinnen ein wenig Freiraum, die Großeltern bleiben aktiv, die Kinder bekommen verlässliche Bezugspersonen dazu.

Wie fragil die Generationen- Bande sein können, zeigt sich oft unerwartet. Die häufigsten Kontaktabbrüche gibt es nach Trennungen, andere bahnen sich über Jahre unbemerkt an. »Malen, basteln, Kuchen backen, kleine Ausflüge, schwimmen lernen – wir haben gemacht, woran die Kinder Freude hatten«, erinnert sich Erika W. Doch es gab Konflikte, über die Betreuung der Kinder, und auch über anderes. »Wir hätten vielleicht früher miteinander sprechen sollen«, sagt sie. Als die Enkel fünf und sieben Jahre alt waren, kam es zum Bruch.  [...]
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