Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Wie ist das mit der Vergebung?
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Elternhaus
LANGEWEILE

Leerlauf im Kopf schafft Platz für viele kreative Ideen

Leerlauf im Kopf schafft Platz für viele kreative Ideen
Foto: Lsantilli/Adobe Stock
Mir. Ist. So. Langweilig. Wie oft passen diese vier Wörter in ein Wochenende? Wie oft haben Eltern diese in den letzten Wochen gehört? Viel zu oft, sagen viele. Denn kaum ein Satz lässt Mütter und Väter so nervös werden, wie die Bekanntgabe des Kindes, dass es momentan absolut gar nichts mit sich anzufangen weiß.

Viele Kinder kennen keinen Leerlauf

Kein Wunder, denn konsequentes Nichtstun und offen ausgelebter Müßiggang gibt es in modernen Kindheiten so gut wie nicht mehr. Die meisten Kinder kommen heute, zumindest in den Großstädten, kurz nach dem Säuglingsalter in Kita oder Krippe, wo ihnen ständig Spiel-, Mal- oder Bastelangebote gemacht werden. Auch wenn diese pädagogisch wertvoll sein mögen: Viel Zeit für Leerlauf bleibt hier nicht. »Man singt, man malt, man macht ständig etwas, das andere für einen vorbereitet haben«, sagt Psychologin Julia Stoch. Die Kinder gewöhnten sich daran, etwas zu tun, das andere für sie für erlebenswert halten. Und in der Folge hörten sie dann irgendwann auf, sich zu fragen: Was erlebe ich denn gerne? Was macht mir eigentlich Spaß?

Die Beschäftigung durch andere wird schon in der frühen Kindheit zum Standard. Die Freude darüber, aus einer Zeit des Leerlaufs heraus Eigenmotivation und Spielideen entwickeln, erleben die meisten Kinder heute viel zu selten. Auch weil ihre Wochen meist schon im Kindergartenalter komplett durchgeplant sind. Montags Kinderturnen, dienstags musikalische Früherziehung, mittwochs Treffen mit der Spielgruppe. [...]
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