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| PFINGSTEN |
Viel mehr als nur der Geburtstag der Kirche |
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Wie erklären Eltern ihren Kindern, was der Heilige Geist ist? Gar nicht so einfach. Mit einem Windrad und dem Wind könnte man es versuchen, denn der Wind bewegt etwas, ohne dass man ihn sieht. Foto: Dimitris66/iStock |
Obwohl Pfingsten zu den drei großen christlichen Hauptfesten gehört, kennen viele Menschen seine Bedeutung kaum noch. Ein Grund dafür dürfte sein, dass es zum Fest keine sichtbaren Bräuche wie an Weihnachten und Ostern gibt, der Begriff »Heiliger Geist« eher vage und abstrakt bleibt. Ein Blick auf das eher unbekannte Fest lohnt sich aber: Denn es ist geprägt von Ideen, die von befreiender Kraft für den Einzelnen und heilsam für unsere geschundene Welt werden können.
Der Wortherkunft nach leitet sich der Name Pfingsten vom griechischen Wort »pentekoste« (»der fünfzigste«) ab, weil das Fest fünfzig Tage nach Ostern gefeiert wird. Im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte wird erzählt, wie die Jünger 50 Tage nach Ostern verängstigt in Jerusalem zusammensaßen. Plötzlich kam »vom Himmel her ein Brausen« und »Zungen wie von Feuer« erschienen, heißt es im Bibeltext. Daraufhin wurden alle »vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab«. Die Jünger fassten sich ein Herz, gingen hinaus und verkündeten Menschen aus allen Teilen der Erde die Frohe Botschaft. Gemeinhin wird Pfingsten deshalb als Beginn der christlichen Kirche, »Geburtstag der Kirche« bezeichnet.
In Familien, die den Glauben praktizieren, mag das funktionieren. Aber für Menschen, die nur noch wenig Kontakt zur Kirche haben, klingt das eher wie eine Verlegenheitstaktik. Warum einen Geburtstag feiern, der mir nichts bedeutet? Welche Bedeutung der Geist auch im Leben eines modernen Menschen haben kann, zeigt uns ausgerechnet Jesus selbst: In seinem Leben war der Geist von der Geburt bis zum Tod die zentrale Kraft. Erfüllt vom Geist brachte er Menschen zusammen, heilte Kranke, machte Mut zum Neuaufbruch, riss Grenzen ein, öffnete Augen, Ohren und Herzen. Und wer sich auf diesen Geist einließ, der wurde verändert.
Der Soziologe und Theologe Hartmut Rosa sieht im Pfingstfest deshalb ein »Resonanz«-Geschehen. Mensch und Welt stehen dabei in einer lebendigen Beziehung, berühren und transformieren einander – gewissermaßen als Gegenentwurf zur Entfremdung in einer stummen Welt. Pfingsten ermutigt dazu, das Leben zu leben statt es nur zu verwalten oder zu durchhetzen. Der Theologe Jürgen Moltmann betont die schöpferische, lebensbejahende Kraft des Heiligen Geistes. In seiner Pneumatologie ist der Geist Gottes ein Geist der Freiheit mit unleugbaren sozialen, politischen, ethischen und ökologischen Konsequenzen – ein Aspekt, der auch für Befreiungstheologen und Pfingstkirchen entscheidend ist. [...]
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