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| CYBERMOBBING |
Wie Kinder zu digitalen Tätern werden können |
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Fake News, Fake Videos – heute ist es viel einfacher geworden, andere Menschen zu mobben. Einfach durch die digitale Anonymität. Foto:pm |
Das peinliche Video aus der Turnhallen-Umkleide für alle sichtbar auf »YouTube«. Die hämischen Kommentare unter einem gefakten Foto auf Instagram. Die neue Chatgruppe, aus der die Mitschülerin ausgeschlossen wird, um über sie lästern zu können. Cybermobbing gehört zu den belastendsten Erfahrungen, die junge Menschen im Netz machen können.
Laut der Sinus-Jugendstudie 2024/2025, für die bundesweit rund 2000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt wurden, haben 62 Prozent der Jugendlichen – ob als Täter, Opfer oder Beobachter – Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht, 16 Prozent gaben an, selbst Opfer geworden zu sein, Tendenz steigend.
Das deckt sich mit den Beobachtungen von Lea Römer von »JUUUPORT«, einer Online-Initiative, die von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt ins Leben gerufen wurde. Kinder und Jugendliche, die belastende Erfahrungen im Netz gemacht haben, können sich dort anonym von entsprechend geschulten Gleichaltrigen beraten lassen. »Cybermobbing gehört zu den häufigsten Themen bei den Anfragen«, sagt Römer. In letzter Zeit spielten dabei auch vermehrt Fotos eine Rolle, die mit Hilfe von KI-Tools manipuliert wurden. Die Täterinnen und Täter kommen oft aus dem sozialen Umfeld des Kindes – Mitschülerinnen, Freunde oder ehemalige Freunde. Aber Cybermobbing endet nicht mit dem Schlussgong der letzten Schulstunde, sondern erreicht seine Opfer rund um die Uhr, auch nachts daheim im Kinderzimmer. Und weil man den Betroffenen dabei nicht in die Augen sehen muss und ihre Reaktionen nicht wahrnimmt, »ist die Hemmschwelle deutlich niedriger«, sagt Römer.
Der wirksamste Schutz beginnt bereits, bevor etwas passiert. Kinder, die offen mit ihren Eltern darüber sprechen können, was sie online erleben, sind deutlich besser gewappnet als solche, die das Gefühl haben, Probleme allein lösen zu müssen. Eltern müssen dafür kein Expertenwissen mitbringen. Viel wichtiger ist echte Neugier: Welche Apps nutzt mein Kind? Mit wem ist es online unterwegs? Macht ihm oder ihr irgendetwas Sorgen? Das findet man nicht heraus, indem man heimlich Chats und Social-Media-Profile kontrolliert, sondern indem man im Austausch bleibt, auch über die Grundregeln für die Nutzung sozialer Medien: Was darf ich teilen und was nicht? Wie gehe ich mit Fremden um? Was mache ich, wenn mich etwas verletzt? »Wer als Eltern seinen Kindern ein Handy erlaubt, muss dafür auch die Verantwortung übernehmen, muss über die positiven Seiten ebenso sprechen wie über die negativen Aspekte«, sagt Lea Römer. Umfangreiche Materialien, Handlungsempfehlungen und Erklärvideos finden Eltern beispielsweise auf der Webseite von Klicksafe, einer EU-Initiative zur Förderung der Medienkompetenz. [...]
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