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| LIEBLINGSKIND |
Nicht gleich, sondern gerecht behandeln |
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Lange Gespräche, die Haare machen – was ist, wenn die Mama ihrer jüngsten Tochter mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmet als ihrem ersten Sohn? Foto: Evgeny Atamanenko/Istock |
»Warum darf das meine Schwester und warum darf ich das nicht?« Kinder haben ziemlich feine Antennen für Ungleichbehandlung. Sie beobachten aufmerksam, wie Eltern reagieren, wem sie mehr Zeit widmen, was sie erlauben und was sie verbieten. Wer mit Geschwistern aufwächst, erlebt zwangsläufig Unterschiede.
Ungleichbehandlung ist unvermeidbar, weil jedes Kind andere Bedürfnisse hat«, sagt Susanne Döll-Hentschker, Psychoanalytikerin und Professorin für Psychotherapie an der Frankfurt University of Applied Sciences. »Es wäre albern, eine Zweijährige so zu behandeln wie eine Vierjährige.« Wenn man ihnen die Gründe für die Unterschiede erklärt, »kommen Kinder damit in der Regel auch gut zurecht«.
Problematisch wird es, wenn ein Kind systematisch den Geschwistern vorgezogen wird – was oft unbewusst geschieht, aber manchmal auch ganz bewusst: In einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Appinio im Auftrag des Unternehmens Mydays räumten 18 Prozent der Eltern ein, tatsächlich ein Lieblingskind zu haben.
Schon »gleich nach der Geburt beim Säugling nach Ähnlichkeiten« zu suchen, sei ein verbreitetes Muster, sagt Döll-Hentschker. »Das ist pure Projektion, aber wenn man das Gefühl hat, sich in seinem Kind wiederzufinden, beeinflusst dies das Beziehungsverhalten.«
Doch nicht nur äußere Ähnlichkeiten bestimmen, wie nah sich Eltern einem Kind fühlen. Manche Kinder sind von Natur aus unkomplizierter, andere fordernder. Manche teilen die Interessen ihrer Eltern, andere entwickeln völlig eigene Vorlieben. Mit einem Kind läuft das Lernen für die Schule reibungslos, mit dem anderen endet es regelmäßig in Tränen und Frust. Das eine Kind schläft schnell durch, das andere braucht Jahre, bis es zur Ruhe findet. Diese Unterschiede sind normal – und prägen doch die Beziehung, ohne dass Eltern dies bewusst steuern.
Bevorzugung beginnt dort, wo ein Kind dauerhaft mehr Aufmerksamkeit, Nachsicht oder Anerkennung erhält – nicht wegen seiner aktuellen Bedürfnisse, sondern aufgrund der elterlichen Präferenz. Geschwister vergleichen sich früh miteinander. Sie achten darauf, wer zuerst getröstet wird, wer mehr Aufmerksamkeit erhält oder wessen Bedürfnisse Vorrang haben. »Fühlt sich ein Kind dauerhaft benachteiligt oder nicht gesehen, kann sich das sehr negativ auf den Selbstwert und das Selbstbild auswirken«, warnt Anja Lepach-Engelhardt, Professorin für Entwicklungspsychologie an der Privaten Hochschule Göttingen. Doch auch die bevorzugte Position bringe Nachteile: »Diese Kinder werden oft verstärkt in die Verantwortung für die Pflege der Eltern genommen.« [...]
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