Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Glaubensland
Heilig sein (1): Spiritualität zwischen Himmel und Erde

Das Alltägliche heiligen

Das Alltägliche heiligen
Die Anwesenheit Gottes kann nicht auf religiöse Grenzen von Zeit und Raum beschränkt werden. Das Heilige soll damit nicht banalisieren, sondern das Normale geheiligt werden. Die Welt des Heiligen ist nicht eine vom üblichen Leben getrennte Welt.
Foto: shelovesdiving/photocase.com
Heilig oder ganz sind wir, wenn wir uns im Einklang mit dem Universum, mit dem Göttlichen befinden. Nicht so als seien wir getrennt davon. Auch das Göttliche kann nicht als das von der Erde Abgesonderte, nur zum Himmel Gehörende verstanden werden. Himmel und Erde sind eins. Das Göttliche manifestiert sich in Himmel und Erde. Wir können nicht aus der Einheit des Universums, der Einheit von Himmel und Erde herausgenommen werden und sollten uns selbst auch nicht herausnehmen.

Eine an unserer Heiligkeit ausgerichtete Spiritualität bemüht sich daher, das ganze Leben im Blick zu haben. Sie will ihren Beitrag dazu leisten, dass wir ganz und in diesem Sinne auch heilig sind und leben. »Spirituelles Leben ist das Bewusstsein, das Fühlen, die Blüte und die Erfüllung menschlichen Lebens, nicht eine übernatürliche Tugend, die uns aufgestülpt wurde« (Joseph Campbell).

So überwindet eine Spiritualität, die an unserer Gesundheit und Heiligkeit interessiert ist, die unselige Trennung von Geistlichem und Weltlichem. Das Aussperren des Weltlichen aus dem Geistlichen, des Geistlichen aus dem Weltlichen ist unheilig, verhindert, ganz, heil, heilig zu sein. [...]
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