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| Glaubensland |
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| »JUNGE KIRCHE« |
»Vom Kirchraum zum Möglichkeitsraum« |
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Beim Jugendgottesdienst am Abend sorgen Lichtinstallationen mit Farben, Schatten und Bewegungen für eine besondere Atmosphäre im hohen Kirchenraum. Foto: pm/Marcel Krämer |
Wo vor wenigen Monaten noch Baustellenatmosphäre herrschte, ist neues Leben eingezogen: Ende September wurde die »Junge Kirche« St. Nikolaus in Stuttgart-Ost eröffnet. Nach einem langen Entwicklungsprozess soll sie Raum für Glauben, Begegnung, Kultur und die Ideen junger Menschen bieten.
Von außen wirkt die Kirche St. Nikolaus in Stuttgart-Ost zunächst unauffällig. Eine Handvoll Handwerker steht an diesem heißen Julitag auf dem Kirchplatz. Dabei ist die Kirche mitten im Umbau zur »Jungen Kirche«. Wer durch ihr Portal tritt, steht mitten in der Baustelle. Der Fußboden ist bereits erneuert worden, die Wände sind frisch gestrichen. Nur die Baufolie über dem neuen Boden verrät, dass hier noch längst nicht alles fertig ist. Die Decke ist hoch und holzvertäfelt, die weißen Wände werden von gleichmäßigen Spitzbögen durchbrochen.
Die Idee für ein »Jugendpastorales« Zentrum im Stadtdekanat Stuttgart ist nicht neu. Seit Anfang der 2010er-Jahre wird bereits darüber nachgedacht. Die Wahl fiel auf St. Nikolaus und 2018 konnte die Planung konkreter werden. Die Architekten Aaron Werbick und Gerald Klahr von Prinz Metal begleiten das Projekt von Anfang an. Im Sommer 2024 begann schließlich der finale Umbau. Sechs Jahre nach den ersten Überlegungen wird aus den vielen Ideen ein realer Raum.
Maximilian Magiera, seit 2022 Jugendseelsorger des Stadtdekanats Stuttgart, ist seit vier Jahren in den Prozess mit eingebunden. »Im ganzen Prozess waren nicht nur Kirchenmitglieder, sondern auch Menschen aus dem Stadtteil, jung wie alt, beteiligt«, erzählt er. In dieser Zeit wurde vieles ausprobiert und so manche Idee auch wieder verworfen. Für das eine oder andere Gemeindemitglied bedeutet der Umbau auch Abschied von Dingen, die einen über Jahre hinweg begleitet und geprägt haben. Das gilt etwa für das Kreuz. Das neue Kreuz soll an sieben verschiedenen Stellen in der Kirche aufgestellt werden können, um so der jeweiligen Feier möglichst viel Gestaltungsfreiraum zu geben. [...]
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