Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



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Glaubensland
Krebs – warum gerade ich? (1): Der ganze Mensch

Was den Menschen von innen und außen formt

Was den Menschen von innen und außen formt
Die Seele drückt sich im Leib aus, aber auch äußere Einflüsse wirken auf Körper und Seele und letztlich auf die Gesundheit.
Foto: stocksnap/pixabay
Will man tiefer einsteigen in das Verständnis von Krebserkrankungen, muss man sich fragen, von welchem Menschenbild man ausgeht. In der Geschichte der Krankheitsinterpretationen hat es ja viele Umdeutungen gegeben: von den Naturreligionen über die Idee von Dämonen, die den Menschen befallen, bis hin zur Strafe Gottes – und dann schließlich bis zum naturwissenschaftlichen Weltbild, das durch die Psychologie und die psychosomatische Medizin ergänzt wurde. Dann kamen die erwähnten Forschungen von Genetik und Epigenetik hinzu und schon geht es weiter mit den Erkenntnissen der individualisierten und personalisierten Medizin.

In diesem neuesten Zugang der Medizin spielt der Einzelne eine zentrale Rolle. Man hat nicht nur die erwähnten genetisch-epigenetischen Verschaltungen erkannt, sondern auch, dass jeder Mensch aufgrund seiner genetischen Grundausstattung anders auf Medikamente reagiert. Bei dem einen Patienten wirkt ein Medikament gut, beim anderen schlecht oder gar nicht. Jeder Mensch müsste aufgrund seiner genetischen Ausstattung individuell behandelt werden.

Rein naturwissenschaftlich betrachtet verwendet man hier den Begriff der individualisierten Medizin. Wenn man mehr den ganzen Menschen in seinem Umfeld, seinen zwischenmenschlichen Beziehungen und seiner Innenwelt betrachtet, trifft der Begriff der personalisierten Medizin zu. Gerade eine moderne Theologie sollte auch mehr den Menschen als Einzelnen in den Blick nehmen, da jeder und jede seine und ihre individuelle Berufung hat. Diese ist nämlich nicht mehr mit anderen vergleichbar. [...]
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