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Wie ist das mit der Vergebung?
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Glaubensland
FRANZISKANERINNEN

»Schön, dass es hier mal wieder Nönnekes gibt«

»Schön, dass es hier mal wieder Nönnekes gibt«
Sie stellen sich den Herausforderungen der Großstadt und spüren nach, wo die Menschen sie brauchen: Schwester Maria, Schwester Marilen, Schwester Annette und Schwester Franja (v. li.).
Foto: KNA
Aus der ländlichen Stille in Oberschwaben mitten hinein in die Großstadt nach Nordrhein-Westfalen: Mit Neugier und Gottvertrauen haben sich vier Sießener Franziskanerinnen aus Bad Saulgau auf die Suche nach ihrem Platz in der Dortmunder Innenstadt gemacht und haben hier einen neuen Konvent gegründet.

Während in Europa immer mehr Klöster wegen Nachwuchsmangels schließen, ist es in Dortmund andersherum: Vier Sießener Franziskanerinnen aus Bad Saulgau in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg in die Dortmunder Innenstadt gemacht, um hier einen neuen Konvent zu gründen. Der Paderborner Erzbischof, Udo Markus Bentz, hatte die Ordensfrauen eingeladen, »mitten in der Anonymität und Schnelllebigkeit der City« Orte zu schaffen, »an denen der Glaube wachsen kann, Menschen sich begegnen und Kraftquellen finden können«.

Kurz vor dem Umzug hatte Schwester Marilen Arteaga (66) im Februar nur eine diffuse Vorstellung von dem, was sie in Dortmund erwarten würde. Eine 5-Zimmer-Wohnung in der Nähe der Propsteikirche bietet jeder Schwester ein eigenes Zimmer, ein gemeinsames Wohnzimmer, Küche und Bad. Was genau die Schwestern in Dortmund tun werden, ist zu diesem Zeitpunkt noch offen. Zunächst wollen sie Stadt und Menschen kennenlernen und herausfinden, wo die besten Orte für Begegnungen sind. »Die Leute müssen uns beschnuppern können. Nach und nach wird sich dann zeigen, was wir tun, was für sie hilfreich ist.« 

Einen Monat später sind die meisten Umzugskisten ausgepackt. Viel Platz haben die Schwestern nicht, deshalb wollen sie 2026 ins Nachbargebäude umziehen. Doch zur ersten Orientierung in der neuen Umgebung hat die kleine Wohnung ausgereicht.

In ihrem Wohnzimmer mit Gebetsecke berichten die Schwestern, was sie für den Neustart motiviert hat. Schwester Maria (69) war lange in der Ordensverwaltung im Sießener Mutterhaus tätig. Nach ihrem letzten Dienst nahm sie eine Auszeit – und war dankbar, von der Provinzoberin gefragt zu werden, ob der Neustart in Dortmund nicht etwas für sie wäre. Hier sollte sie einmal die Zahlen beiseite lassen und sich auf die Menschen konzentrieren. »Es ist für mich ein Geschenk, diesen Neustart mitgehen zu dürfen «, sagt Schwester Maria. [...]
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