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»Pfarrer Kaczmarek ist eine priesterliche Inspiration« |
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Pfarrer Robert Kaczmarek aus Polen (2. v. li.) hat während seiner Urlaubsvertretung in Leinfelden enge Beziehungen zu vielen Gemeindemitgliedern aufgebaut (v. re.): Elisabeth Murthum, Sabine Seebacher, Miriam Schulte, Birgit Augustin und Pfarrer Max Hantke. Foto: jsp |
Er kommt nur wenige Wochen im Jahr nach Leinfelden-Echterdingen und ist doch längst ein Teil der Gemeinde: Zum 23. Mal hat Pfarrer Robert Kaczmarek aus dem polnischen Kattowitz in diesem Jahr die Urlaubsvertretung in der Seelsorgeeinheit übernommen. Aus dieser besonderen Tradition sind mit der Zeit eine Brücke zwischen Polen und Deutschland und ein Ort des Lernens entstanden.
Wenn ich lautes Lachen auf dem Kirchplatz oder die Straße hoch und runter höre, dann weiß ich: Jetzt ist er wieder da«, sagt Miriam Schulte, Pfarramtssekretärin in Leinfelden. Gemeint ist der polnische Pfarrer Robert Kaczmarek. Zum mittlerweile 23. Mal hat er in diesem Sommer drei Wochen lang die Urlaubsvertretung in der Seelsorgeeinheit Leinfelden-Echterdingen übernommen. Für viele Gemeindemitglieder gehört seine Ankunft inzwischen genauso zu Juli und August wie die Sommerferien.
»Ich habe nur weitergeführt, was Pfarrer Andrzej Suchon hier aufgebaut hat«, sagt der 54-Jährige bescheiden. Die Verbindung zwischen der Seelsorgeeinheit Leinfelden-Echterdingen und seiner Heimat in Kattowitz begann nämlich schon unter seinem Vorgänger. Als Robert Kaczmarek für Pfarrer Suchon nach Deutschland gehen sollte, war er zunächst unsicher. »Ich musste Deutsch sprechen, das war damals eine ganz fremde Welt für mich.« Also beschlossen die beiden Priester, die Vertretung zunächst gemeinsam zu übernehmen. »Ich habe hier so freundliche Leute getroffen, so eine lebendige Gemeinde, dass ich zu mir gesagt habe: Wenn das möglich wäre, dann komme ich noch einmal wieder.« Aus dem »noch einmal« wurden 23 Sommer.
Dem damaligen Leinfeldener Pfarrer Bernhard Winckler ging es um mehr als nur um eine praktische Lösung. »Für ihn war die Vertretung ein Zeichen der Versöhnung zwischen zwei Völkern«, erinnert sich Pfarrer Kaczmarek. Aus diesem Gedanken entstanden Freundschaften, Gemeindereisen nach Polen und ein Austausch, der bis heute andauert. Die schwäbische Gemeinde unterstützt die karitative Arbeit in Kattowitz. »Jedes Jahr geht eine Kollekte an unsere Suppenküche, in der bis zu 150 Leute etwas Warmes zu essen bekommen«, erklärt der Pfarrer. »Auch das baut eine Brücke zwischen uns. Die Menschen hier sind sehr großzügig, darüber sind wir dankbar.« [...]
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