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aktuelle Doppelausgabe 36-37/2026 |
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| Glaubensland |
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| DAS INTERVIEW: CHRISTIANE BUNDSCHUH-SCHRAMM |
Das Gebot der Stunde: Die Kirche kommt zu den Christen |
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Quartierssafari in Mannheim, Station Spinelli- Quartier: Hier sind die evangelische und die katholische Kirche durch ehrenamtlich tätige Menschen und hauptamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen vertreten. Wichtig sind leicht zugängliche Orte – ein Garten ist leichter zu bespielen als ein verstecktes Gemeindehaus. Foto: pm/Götz Kanzleiter |
Die Theologin ist Referentin in der Abteilung »Pastorale Konzeption« im Bischöflichen Ordinariat und zuständig für Kirchenentwicklung und pastorale Grundsatzfragen. In der Sozialraumorientierung und Quartiersseelsorge sieht sie Potenzial für die Kirchenentwicklung, aber vor allem für die Menschen in den Quartieren und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Diözese bietet zusammen mit der evangelischen Akademie Bad Boll Quartierssafaris an. Was steckt hinter dem Begriff Quartierssafari?
Quartiersseelsorge und Quartiersarbeit muss man erleben. Deshalb bieten wir Exkursionen zu Quartieren, in denen sich Kirchengemeinden und Christen zusammen mit anderen sozialen Trägern engagieren. Die Quartierssafari ist ökumenisch, weil auch das Engagement im Quartier ökumenisch ist. Vernetzung ist sehr wichtig, denn Kirche ist da nicht allein gefragt, sondern zusammen mit anderen Playern, sei es der Sportverein, die Caritas, die Kommune oder ein anderer freier Träger, der etwas beitragen kann, damit Leben im Quartier inklusiv und zum Wohle aller gelingt. Bei einer Quartierssafari treffen wir nicht nur Haupt- und Ehrenamtliche der Kirchen, sondern eben auch die anderen Mitspieler, den Quartiersbeauftragten der Stadt, die Quartiersmanagerin einer Stiftung oder auch Architektinnen und Architekten, die sozialraumbezogen bauen und wohnliche Quartiere schaffen.
Wie kommt es zu dieser Zusammenarbeit von evangelischer und katholischer Kirche?
Es gibt schon seit einigen Jahren eine ökumenische Vernetzung mit dem Projekt Aufbruch Quartier der Diakonie Württemberg und der Akademie Bad Boll, unsererseits sind das Bischöfliche Ordinariat, der K-Punkt und das Dekanat Böblingen dabei. In dieser Vernetzung entstand die Idee zur Quartierssafari. Auch innerhalb unserer Diözese vernetzen sich seit geraumer Zeit die Quartiersseelsorger, um sich auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und das pastorale Projekt Sozialraumorientierung und Quartierspastoral voranzubringen.
Bei der dritten Quartierssafari ging es im letzten Monat nach Mannheim. Was hat die Teilnehmenden besonders interessiert?
Wir waren dieses Mal eine sehr bunte Teilnehmerschar: Viele interessierten sich besonders dafür, wie Kirchengemeinden ihre Sozialraumorientierung und Quartiersarbeit aufbauen und entwickeln können. Wie kommen wir in Gang und was können gelingende Projekte sein. Ein weiterer Interessenschwerpunkt ist das Netzwerk: Mit wem muss man zusammenarbeiten und was ist zu beachten; wie kommt man zu einer guten Zusammenarbeit unter unterschiedlichen Trägern, die jeweils anders ticken und manchmal zu Konkurrenz statt Zusammenarbeit neigen. Wenn dann die ganze Exkursionsgruppe Gemeinschaftsräume oder auch gemeinsame Wohnprojekte besichtigen darf, ja sogar in eine Wohnung reinspickeln kann, dann kommt das immer sehr gut an. Dann wird Wohnen im Quartier konkret und richtig verheißungsvoll. [...]
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