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| KLOSTER REUTE |
Große Weltkunst in dem kleinen Dorf Reute |
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Generaloberin Schwester Maria Hanna Löhlein nennt die Künstlerin Mahbuba Maqsoodi »Schwester im Herzen«. Foto: Krüger-Hundrup |
Die international gefragte deutsch-afghanische Künstlerin Mahbuba Maqsoodi gestaltet den neuen Ort der Stille im Kloster Reute. Ein exklusiver Galerieabend hat jetzt erste Werke dieses ambitionierten Projekts gezeigt.
Für Mahbuba Maqsoodi ist die Wahrheit blau. Jedenfalls die Wahrheit für einen Kabinettraum im oberschwäbischen Kloster Reute. Die deutsch-afghanische Künstlerin hat sie aus klaren, verspiegelten Gläsern in Blautönen komponiert, die das Licht bündeln und brechen. Wahrheit erscheint hier nicht abstrakt, sondern fordert die persönliche Begegnung. Die international renommierte Mahbuba Maqsoodi sagt selbst: »Ich möchte mit meiner Kunst das innere Wesen des Menschen erschließen und eine hintere Tür in ihm aufstoßen.«
Das gelingt ihr allein schon an diesem Galerieabend in der Bayerischen Hofglasmalerei Gustav van Treeck in München. Geladenen Gästen gewährt Mahbuba Maqsoodi einen exklusiven Einblick in die Entstehung des außergewöhnlichen Kunstzyklus für den neuen Ort der Stille im Kloster Reute. In der Werkstatt van Treeck entstehen nach den Entwürfen der Künstlerin Glasund Glasmosaikarbeiten, die in fünf Räumen des Klosters unterschiedliche Lebensthemen ansprechen und reflektieren sollen. So stehen drei Kabinetträume unter dem jesuanischen Leitmotiv »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.«
Vollflächige Glaskunstwerke zu den Themen »Weg«, »Wahrheit« und »Leben« an den Stirnwänden sollen diese Räume prägen. Mundgeblasene Überfanggläser, auf Spiegelglas laminiert, schaffen eine leuchtende Tiefenwirkung. Durch die Spiegelung werden die Betrachter selbst Teil des Kunstwerks, die Themen eröffnen sich ihnen wie Portale. So wie jetzt schon die fertige Wahrheit in der Werkstatt, die eine mystische Gesamterfahrung erspüren lässt.
Schwester Maria Hanna Löhlein, Generaloberin des Franziskanerinnenklosters Reute und Auftraggeberin, ist die Freude über Mahbuba Maqsoodis Werke anzusehen, die voraussichtlich bis Ende 2026 nach Reute umziehen und dort installiert werden. Die Ordensfrau erzählt von dem umfassenden Zukunftsprozess, den das über 175-jährige Kloster begonnen hat. [...]
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