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aktuelle Doppelausgabe 31-32/2026 |
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| Glaubensland |
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| HÖHLENRETTUNG |
»Ein Wimpernschlag in der Geschichte« |
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Über ihren Mann kam Fee Gloning vor Jahren zur Höhlenrettung der Malteser. Heute ist sie hier mit Engagement und Leidenschaft ehrenamtlich im Einsatz. Foto: Haug |
Die jahrtausendealten Höhlen auf der Schwäbischen Alb faszinieren Fee Gloning in besonderer Weise: »Hier wird spürbar, welch Wimpernschlag in der Geschichte ein Menschenleben ist.« Weniger schützenswert ist es deswegen nicht. Als Höhlenretterin der Malteser ist sie mit ihrem Team im Einsatz, um Menschen aus Notsituationen zu retten.
Im Vorbeigehen ist da bloß eine Wiese unter blauem Himmel. Lose verteilt wachsen hier einige Obstbäume und an den Rändern, wo der Wald beginnt, reihen sich hohe Eichen aneinander. Würde man ein etwa 17 Meter tiefes Loch in diese Wiese bohren, träfe man auf Fee Gloning. Sie wühlt sich an diesem Tag liegend und kriechend durch die engen Gänge der Gustav-Jakob-Höhle. Es ist ihr Hobby – und ihre Pflicht. Als Leiterin der Malteser Höhlenrettung ist sie diesen Weg schon oft gegangen: Über die Wiese bis zum Wald und dann den Steilhang bergab. Durch einen Felsspalt in die Höhle hinein und nach einer halben Stunde und 427 Metern auf der anderen Seite wieder heraus.
Drinnen ist es kalt und nass. Ohne das Licht ihrer Stirnlampe, die über den Helm gespannt ist, würde sie kaum etwas sehen. Weder den »wunderschönen Tropfsteinschmuck«, der Gloning so fasziniert, noch die Spinnen, die an den nassen Höhlenwänden kauern. Auf sie könnte die Höhlenretterin verzichten. »Ich bin keine Spinnenphobikerin, aber ich mag sie auch nicht«, erklärt die 50-Jährige, während sie auf ihren orangenen Ganzkörperanzug zeigt. Er diene nicht nur als Uniform der Malteser Höhlenrettung, sondern auch als ihr persönliches Schutzschild: »Damit kann ich an diesen Tieren vorübergehen.«
Dazu Wanderschuhe, ein Helm mit Taschenlampe und Arbeitshandschuhe. Die Gustav-Jakob-Höhle habe sie »gefühlt schon hundert Mal« durchquert. Sie ist die längste Durchgangshöhle auf der Schwäbischen Alb und ein guter Ort, um für die Höhlenrettung zu trainieren oder Menschen richtig in die Welt der Höhlen einzuweihen. [...]
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