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Eines von vielen Motivfenster, das Wilhelm Geyer in den Kirchen der Diözese gestaltet hat: das Pfingstfenster in der Kirche St. Peter und Paul in Reutlingen. Foto: privat |
Beim Betreten der Reutlinger St.Peter-und-Paul-Kirche fällt das Auge sofort auf die großen bunten Glasfenster im Chorraum. Sie und die Seitenfenster sind ein Werk des Künstlers Wilhelm Geyer (*1900 in Stuttgart, † 1968 in Ulm). In mehreren Konzerten widmet sich die Konzertreihe »Taste und Ton« ein ganzes Jahr lang diesem Ausnahmekünstler und der großen Aussagekraft seiner Fenster.
Wilhelm Geyer war Grafiker, Maler und Glasmaler und gilt heute als einer der großartigsten deutschen Glasmaler in Bezug auf christliche Kunst des 20. Jahrhunderts. In über 180 Kirchen schmücken Geyers Glasfenster die Wände. Darunter ist die Liebfrauenkirche in Frankfurt, das Ulmer Münster, das Münster in Schwäbisch Gmünd und sogar der Kölner Dom. Aber auch großflächige Wandmalereien, Altarbilder und graphische Zyklen sind von Geyer in zahlreichen Kapellen und Kirchen in Süddeutschland zu finden.
Mit Malerei fing Geyer auch ursprünglich an, als er in den Jahren 1919 bis 1926 an der Kunstakademie Stuttgart bei Christian Landenberger und Adolf Hölzel studierte. Ein Jahr nach seinem Abschluss übersiedelte er nach Ulm und heiratete Klara Maria Seyfried (1904-1998). 1929 beteiligte sich Geyer dann an der Gründung der Künstlergruppe Stuttgarter Neue Sezession und übernahm deren Vorsitz. Seine ersten Glasfenster gestaltete er 1935 für St. Dionysius in Magolsheim. 1937 wurden seine Arbeiten bei der Aktion »Entartete Kunst« des NS-Regimes aus der Württembergischen Staatsgalerie Stuttgart und dem Stadtmuseum Ulm beschlagnahmt und in großen Teilen vernichtet.
Dies lag unter anderem auch an Geyers Verbindungen zu der Widerstandsgruppe Weiße Rose und den Geschwistern Scholl, weswegen er sich mehrere Monate in Gestapo-Haft befand. Nach der NS-Zeit bemühte sich Wilhelm Geyer um die Wiedereröffnung der Stuttgarter Kunstakademie, war einer der Initiatoren der Beuroner Kunsttage und setzte sich noch 1945 für die Gründung der Gesellschaft Oberschwaben ein. Er wurde Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst in München und gehörte zum Vorstand der Société Internationale des Artistes Chrétiens. 1954 erhielt er den oberschwäbischen Kunstpreis und 1957 die Goldmedaille bei der Biennale Venedig für den Themenbereich christliche Kunst. 1960 verlieh ihm die Landesregierung Baden-Württemberg den Professorentitel. [...]
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