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Glaubensland
KLIMANEUTRALITÄT

»Photovoltaik kommt verstärkt auf uns zu«

»Photovoltaik kommt verstärkt auf uns zu«
Sie arbeiten daran, das für Ende 2028 anvisierte Etappenziel von 199 PV‑Anlagen auf kirchlichen Gebäuden in der Diözese zu realisieren: Armin Biesinger, Bernd Schorpp und Stefan Edele (v. li.).
Foto: Gregor Moser/pm
Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis ins Jahr 2040 setzt die Diözese unter anderem auf den Ausbau von Photovoltaik (PV). Eine Schlüsselrolle kommt dabei der 2024 gegründeten »DRS regenerative Energie GmbH« (DRS-E) mit Sitz im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg zu. Sie soll den Solarausbau auf kirchlichen Gebäuden vorantreiben und bis Ende 2028 – so ein erstes Etappenziel – 199 PV-Anlagen neu installieren.

Nach rund zwei Jahren Arbeit ziehen die beiden Geschäftsführer der DRS-E, Stefan Edele und Bernd Schorpp, eine gemischte Halbzeitbilanz: So seien PV-Anlagen ein wirksames Instrument auf dem Weg zur Klimaneutralität – allerdings zeige es sich, dass ihre Planung und Errichtung mehr Zeit beanspruche als ursprünglich erwartet. Dennoch halten es die beiden Geschäftsführer für realistisch, das anvisierte Etappenziel bis Ende 2028 zu erreichen, sofern sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht zu Lasten des Geschäftsmodells verändern.

Demnach beauftragte die DRS-E in den vergangenen 24 Monaten den Bau von 25 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.319,77 kWp, was einer Einsparung von 7.706 Tonnen CO-2 entspricht. Errichtet wurden die Anlagen auf einem Familienzentrum, einem Freizeitheim, auf drei Gemeindehäusern, vier Kindergärten, 15 Kirchen und einem Pfarrhaus. »Diese 25 Anlagen bilden jedoch nur einen Bruchteil der bisher geleisteten Arbeit ab, denn insgesamt gibt es diözesanweit rund 165 projektierte PV-Anlagen«, erklärt Bernd Schorpp.

Bei der Umsetzung vor Ort in den Kirchengemeinden arbeitet die DRS-E Hand in Hand mit Armin Biesinger, diözesaner Photovoltaik-Koordinator und Klimaschutzmanager im Bischöflichen Bauamt, zusammen. »In so gut wie allen 25 Dekanaten gibt es mittlerweile PV-Projekte«, stellt dieser fest und sieht darin bloß einen Anfang: »Das Thema kommt verstärkt auf uns zu«, ist er sicher.

Denn selbst wenn sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen verändern und die Stromeinspeisung ins Netz künftig nicht mehr vergütet werden sollte, sei die Errichtung einer PV-Anlage zum Eigenverbrauch des erzeugten Stroms beim Betrieb einer Wärmepumpe oder in Kombination mit E-Mobilität aus seiner Perspektive wirtschaftlich und strategisch weiterhin zu empfehlen und ökologisch ohnehin sinnvoll. [...]
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