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| Glaubensland |
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| DAS INTERVIEW: ANNETTE HOLUSCHA-UHLENBROCK |
»Die entscheidende Zeit ist jetzt!« |
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Viele Kommunen kürzen die Leistungen, zu denen sie gesetzlich nicht verpflichtet sind. Das betrifft beispielsweise auch die Schulsozialarbeit, die für die Kinder einen doch so wertvollen Dienst leistet. Foto: Mark Bowden/iStock |
Viele Kommunen haben angekündigt, soziale Leistungen gravierend zu kürzen. Für Caritasdirektorin Annette Holuscha-Uhlenbrock sind sie jedoch Teil der Daseinsvorsorge, zu denen Kommunen verpflichtet sind. Wie sich die Einsparungen auf die Menschen, die Gesellschaft und die Demokratie auswirken, erklärt sie im Interview.
Frau Holuscha, was treibt Sie als Caritasdirektorin in diesen Tagen um?
Ich frage mich, wie es mit unseren sozialen Diensten weitergeht. Deren Zukunft hängt von den öffentlichen Haushalten ab, in denen aktuell immense Einsparungen anstehen.
Kurz nach Weihnachten 2025 haben etliche Kommunen bekanntgegeben, dass sie ihre sozialen Leistungen gravierend kürzen werden. Hat Sie diese Nachricht überrascht?
Dass die Finanzsituation der kommunalen Haushalte angespannt ist, wissen wir schon länger. Vor Weihnachten hat sich die Lage allerdings zugespitzt: Da hat uns der erste Landkreis mitgeteilt, dass er seine sozialen Leistungen, zu denen er gesetzlich nicht verpflichtet ist, komplett kürzen wird. Aber in der Praxis verfahren die Landkreise sehr unterschiedlich: Während uns manche Landkreise dazu einladen, uns gemeinsam an einen Tisch zu setzen, um zu überlegen, wie es weitergeht, entscheiden sich andere für pauschale Lösungen oder kürzen gleich rigoros alle sozialen Leistungen, die sie rein rechtlich kürzen können.
Nach Jahrzehnten der guten Zusammenarbeit ist das enttäuschend, oder?
Ja. Unser Sozialstaatsprinzip verpflichtet die Kommunen zur sozialen Daseinsvorsorge. Wir als Caritas oder Diakonie verstehen uns als Partnerinnen der Kommunen. Lange Jahre haben diese uns staatliche Aufgaben übertragen und wir haben eine Verantwortungsgemeinschaft gebildet. Natürlich wissen wir um die knappen Kassen – deshalb geht es jetzt darum, gemeinsam konstruktive Lösungen zu finden. Wir setzen uns auch für die Kommunen ein und wollen hier nicht als Bittsteller, sondern als Partner auf Augenhöhe gesehen werden.
Wo gibt es denn positive Beispiele?
In Ulm zum Beispiel gibt es einen gemeinsamen Runden Tisch der Stadt und der Wohlfahrtsverbände. Es ist wichtig, dass alle gemeinsam überlegen, wie die Menschen trotz Haushaltsdefiziten gut unterstützt werden können. Das kann ja überall anders aussehen. Tatsächlich werden in den meisten Kommunen und Landkreisen Gespräche geführt. Wahrscheinlich werden die meisten Kürzungen erst im Haushalt 2027/28 umgesetzt, sodass noch etwas Zeit bleibt, sich Gedanken zu machen. Allerdings muss diese Zeit jetzt unbedingt für den Dialog genutzt werden. Wir glauben, dass sich bessere Lösungen finden lassen, wenn wir als Caritas von der ersten Überlegung an mit im Boot sind – daher ist jetzt die entscheidende Zeit. [...]
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