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Wie ist das mit der Vergebung?
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Glaubensland
DAS INTERVIEW MIT BISCHOF KLAUS KRÄMER

Bis 2030 sollen die Raumschaften stehen

Bis 2030 sollen die Raumschaften stehen
Bahnbrechende Weichenstellungen hat der Diözesanrat in seiner letzten Sitzung in Untermarchtal mit Bischof Klaus Krämer beschlossen: Aus 1020 Kirchengemeinden sollen zukünftig 50 bis 80 Raumschaften werden.
Foto: Warnack, arc
Seit einem Jahr ist Klaus Krämer (61) Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Im Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur äußert er sich zum neuen nationalen Kirchengremium Synodalkonferenz, zum möglichen Frauen- Diakonat, zu verheirateten Männern als Priestern, zur Seelsorge- Reform und zur Missbrauchsaufarbeitung in seiner Diözese.

Herr Bischof, in der katholischen Kirche in Deutschland wird es ein neues Gremium geben, in dem die 27 Ortsbischöfe zusammen mit mehreren Dutzend katholischen Laien künftig gemeinsam beraten und entscheiden: die Synodalkonferenz. Ist sie historisch?
Ja, ich sehe die Synodalkonferenz als historischen Schritt an. Im Synodalen Ausschuss, der die Satzung der Synodalkonferenz verabschiedet hat und in dem ich seit einem Jahr mitarbeite, hat es eine große Entwicklung gegeben: Vertrauen und Konsens sind gewachsen und in Fulda wurde dann die Satzung einstimmig beschlossen. Das war beeindruckend! Man hat gespürt, dass da etwas Wichtiges geschieht. Ich gehe auch davon aus, dass Rom zustimmen wird.

Die deutschen Bischöfe hatten Rom ja zugesichert, kein nationales Kirchengremium ohne päpstliche Zustimmung einzurichten. Die Satzung muss nun noch dem Vatikan zur förmlichen Anerkennung, der »Recognitio« vorgelegt werden.
Durch die Recognitio, die mehr ist als eine bloße Billigung, wird die Autorität der Satzung noch mal erhöht werden, auch ihr Stellenwert in der Gesamtkirche.

Was kann dieses neue Gremium leisten, was die Deutsche Bischofskonferenz oder das in der Synodalkonferenz beteiligte Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) allein nicht hätten leisten können?
Die Synodalkonferenz kann auf nationaler Ebene bei vielen gesellschaftspolitischen Themen mit einer anderen Autorität auftreten, mit einem höheren Gewicht. Etwa bei bioethischen Themen, beim Schutz des Lebens in all seinen Phasen, bei Grundfragen der demokratischen Kultur in unserem Land, aber auch bei grundlegenden Fragen der Seelsorge.

Papst Leo XIV. sagte allerdings kürzlich, es gebe deutliche Unterschiede, wie der Reformprozess »Synodaler Weg« in Deutschland vorangetrieben wurde und wie er in der Weltkirche am besten fortgesetzt werden könnte, und er erwarte »Anpassungen«. Ein Rückschlag?
Nein, der Papst hat das Signal gegeben, dass er die Einigung wünscht. Ich denke, dass wir tatsächlich auf einem Weg hin zu einem Konsens mit Rom sind über die Gestalt der kirchlichen Strukturen.  [...]
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