Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
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Titelthema

Was kaufen Sie der Kirche heute noch ab?

Was kaufen Sie der Kirche heute noch ab?
Foto: dourleak/iStock; Grafik: ks/ck; Quelle: Online-Umfrage auf der Plattform »Lamapoll.de«
Hätten Sie gedacht, dass kirchenferne Katholiken ihrer Kirche kritischer gegenüberstehen, als Protestanten? Dass sich eine Mehrheit wünscht, die katholische Kirche würde in der Diskussion um die Klimakrise stärker Stellung beziehen? Was würden Sie beim Thema Medizin von der Kirche erwarten? Es scheint, als verliere die Institution, die Jahrhunderte lang die Deutungshoheit über nahezu jeden Lebensbereich der Menschen hatte, immer mehr an Glaubwürdigkeit und Relevanz verliert. Was aber nimmt man ihr noch ab: Haltung? Engagement? Einen Segen? Wir haben uns in der Diözese umgehört und eine nicht repräsentative Umfrage durchgeführt, an der knapp 200 Menschen teilgenommen haben. Wir haben Themen, Einrichtungen und Angebote vorgegeben und gefragt, ob die Menschen sich hier an die katholische Kirche wenden würden. Zudem gab es Raum für individuelle Kommentare zur Frage, was man an der Kirche schätzt. Begleiten Sie uns auf der Suche nach Trends und Mustern in diesen Daten.

Die 28-jährige Jessica Bezerra aus Stuttgart steht in vielen Punkten stellvertretend für die Menschen, die an unserer Umfrage teilgenommen haben. 40 Prozent von ihnen sind zwischen 25 und 39 Jahren alt, mehr als die Hälfte weiblich. Wie Jessica Bezerra sind viele von ihnen katholisch – und stehen der Kirche allenfalls noch »etwas« nahe. »Meine Familie kommt aus Brasilien, sie sind alle sehr gläubig und sehr katholisch«, sagt sie und muss lächeln. »Auch mir ist der Glauben wichtig – aber Kirche ist schwierig. Da habe ich mich einfach zu weit davon entfernt, das bin nicht ich.« Trotz ihrer persönlichen Entfremdung fallen ihr viele Dinge ein, für die sie die Kirche schätzt. »Die Kirche bietet einen Ort, an dem der Glaube stattfinden, an dem er eine Gemeinschaft bilden kann«, erklärt sie. Auch die Sakramente will die junge Frau nicht missen, hat vor kurzem ihren Freund kirchlich geheiratet. Wird das Paar ihre Kinder katholisch taufen lassen? »Selbstverständlich.« [...]
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