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| Frau Meier will sterben |
Frau Meier will sterben |
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Mit seinen Sorgen und in seinem Leid angehört und wahrgenommen zu werden, tut vielen Menschen gut. Gerade Ältere und Kranke sorgen sich darum, was in ihrer letzten Lebensphase noch auf sie zukommt. Fotos: AnnaStills/iStock |
»Wann holt mich der Herrgott endlich zu sich?« – immer wieder kommt es vor, dass alte oder schwerkranke Menschen in Pflegeeinrichtungen oder bei ihren Angehörigen zu Hause den Wunsch äußern, sterben zu wollen. Doch wie gehen Pflegekräfte oder Angehörige damit um? Solche Äußerungen abzutun und nicht ernst zu nehmen, ist ganz sicher nicht der richtige Weg, sie zu dramatisieren aber auch nicht. Ein Arbeitskreis aus Mitgliedern des Caritasverbandes Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg hat sich des Themas angenommen, eine zweistündige Kurzschulung für Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen entwickelt und diese auch evaluiert. Was hinter den Todeswünschen stecken kann und wie wichtig es ist, darüber zu sprechen, erklärt Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt vom Kompetenzzentrum Soziale Arbeit und Sozialpolitik beim diözesanen Caritasverband im Interview.
Frau Silberzahn-Jandt, mit Unterstützung der Veronika-Stiftung haben Sie das Projekt »Frau Meier will sterben – was jetzt?« initiiert. Was verbirgt sich dahinter?
Hochaltrige oder auch schwerkranke Menschen äußern manchmal den Wunsch, dass »doch alles vorbei sein soll«. Sie sagen im Beisein von Angehörigen oder Pflege- und Besuchsdiensten etwa, dass der Herrgott sie doch holen soll. Oder sie fragen nach Hilfe zu einem raschen Sterben. Hier herrscht oft große Unsicherheit, wie Menschen darauf reagieren können. Wir – ein Arbeitskreis aus Mitgliedern des Caritasverbandes Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg – haben daher mit Blick auf Angebote anderer Diözesen eine zweistündige Kurzschulung entwickelt. Dank der Veronika-Stiftung und deren finanziellen Förderung konnte die Schulung auch evaluiert werden.
Welche Einrichtungen in der Diözese sind an Ihrem Projekt beteiligt und wie wird Ihr Konzept dort umgesetzt?
Große Träger wie die St.-Elisabeth-Stiftung in Bad Waldsee oder die Stiftung St. Franziskus in Schramberg-Heiligenbronn sowie der Caritasverband für Stuttgart sind beteiligt. Andere Einrichtungen wurden über Ausschreibungen auf das Angebot aufmerksam gemacht. So konnten wir auch im Ostalbkreis bei Nachbarschaftshilfen der Stiftung Haus Lindenhof oder bei Besuchsund Hospizdiensten Schulungen durchführen. [...]
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