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| Titelthema |
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| ALLEINERZIEHEND |
Alleinerziehend – allein gelassen? |
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Die Kindererziehung und -betreuung, der Beruf, der Haushalt und der herausfordernde Alltag – alles müssen Alleinerziehende wuppen. Ihr Armutsrisiko steigt seit Jahren an. Viele sind überfordert und psychisch belastet. Foto: Ivan Melnikov /iStock |
Was sie täglich leisten, ist eigentlich gar nicht zu schaffen: Die Verantwortung für die Kinder, der Beruf, der Haushalt und der herausfordernde Alltag. Jede Hilfe müssen sie mühsam organisieren, viele haben finanzielle Sorgen: Jede fünfte Familie, das sind 1,7 Millionen Eltern mit minderjährigen Kindern – davon 80 Prozent Frauen – sind in Deutschland alleinerziehend. Ihre Armutsgefährdung steigt seit Jahren. Viele fühlen sich von Gesellschaft und Politik alleingelassen. Sie wünschen sich Entlastung und bessere Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Katholische Einrichtungen und Verbände wie die Caritas oder der Sozialdienst katholischer Frauen stehen ihnen mit Rat, Tat und viel Herz zur Seite.
In jedem Zimmer ihrer Wohnung im Stuttgarter Süden hängen Fotos ihres Mannes. Oft schaut sie sich mit ihrem Sohn Videos von ihm an und dann sprechen sie über ihn. »Papa ist im Himmel« – das weiß der Zweijährige und deutet mit seinem kleinen Zeigefinger nach oben. »Unser Sohn war vier Wochen alt, als plötzlich die Polizei vor unserer Tür stand und mir mitgeteilt hat, dass mein Mann nicht mehr nach Hause kommen wird«, erzählt Mila Marschall mit leiser Stimme.
Ein Herzstillstand bei der Arbeit hat den 51-Jährigen von einem Moment auf den anderen aus dem Leben gerissen. »Du stehst da und weißt nicht mehr, wo rechts und links ist«, erinnert sie sich. Sie hatte nach der Geburt ihres Kindes im Dezember zwei Jahre Elternzeit geplant – »doch das erste Elterngeld kam erst im Mai. Damit wir über die Runden kamen, musste ich Wohngeld beantragen, doch auch das haben wir erst nach eineinhalb Jahren gekriegt«, berichtet sie. Bis die Hilfe gegriffen hat, die sie so dringend brauchte – auch die Witwen- und Halbwaisenrente – hat es gedauert. »Zum Glück hat mich die Familie meines Mannes unterstützt«, sagt Mila Marschall, die aus Belarus stammt und vor zehn Jahren nach Deutschland gekommen ist.
»Ich habe schon vor der Entbindung viele Babyklamotten geschenkt bekommen, sodass wir gut ausgestattet waren«, erzählt sie dankbar und dass sie sich trotz ihres schweren Verlustes nie allein gefühlt habe. »Unser Sohn ist im Marienhospital in Stuttgart geboren und dort hat uns eine Hebamme vom Team Sonnenkinder des Caritasverbandes angesprochen und nachgefragt, ob wir Unterstützung brauchen«, bemerkt sie. »Das habe ich gerne angenommen. Einen Tag nachdem mein Mann verstorben ist, hat sie sich bei mir gemeldet und ich habe ihr alles erzählt. Sie ist sofort gekommen und hat uns ein Jahr lang ganz toll unterstützt«. Zudem hat sie Mila Marschall eine Frau vermittelt, die ihr mit den Finanzen geholfen hat sowie eine Familienpatin der Sonnenkinder, die nach wie vor liebevoll und verlässlich für die kleine Familie da ist. [...]
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