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aktuelle Doppelausgabe 14-15/2026 |
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| Titelthema |
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| Neue Schöpfung |
Das Osterlicht strahlt in die ganze Schöpfung |
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Mit der aufgehenden Sonne, die in die ganze Schöpfung strahlt, schauen wir Christus, die Sonne der Gerechtigkeit. Ostern überbietet die Erschaffung der Welt. Die gesamte Schöpfung ist in das Erlösungswerk einbezogen. Foto: chai/iStock |
Sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, an Ostern an einer Osternacht- oder Ostermorgenfeier teilnehmen, werden Sie als ersten Satz aus der Bibel die folgenden, Ihnen sicher wohlvertrauten Worte hören: »Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde« (Gen 1,1). Ein wuchtiger, markanter Auftakt zu einer langen Reihe von Lesungen. Mit ihm wird die Osterbotschaft von Beginn an in den Kontext der gesamten erschaffenen Welt gestellt. Denn: »Die Auferstehung bedeutet (…) die Neu-Schöpfung und Vollendung der Schöpfung« (Diana Güntner). So betont es auch das Gebet im Anschluss an die Schöpfungserzählung: »Lass deine Erlösten erkennen, dass deine Schöpfung groß ist, doch größer noch das Werk deiner Erlösung.« Ostern überbietet also die Erschaffung der Welt und schließt zugleich die gesamte Schöpfung ein.
Stellt man die erste Lesung der Osternacht in ihren größeren liturgischen Kontext, ergeben sich weitere schöpfungstheologische Impulse: Am Karfreitag hatte sich die ganze Welt mitten am Tag, nämlich von der sechsten bis zur neunten Stunde, durch das Sterben Christi verfinstert. An Ostern wird die ganze Welt mitten in der Nacht durch die Auferstehung Christi erhellt. Zunächst wird daher das Licht der Osterkerze, das »Licht Christi« besungen, und dann heißt es als erstes Wort aus dem Mund Gottes: »Es werde Licht« (Gen 1,3). Das Licht der Auferstehung strahlt also in den letzten Winkel der Schöpfung hinein. Alle Geschöpfe sollen teilhaben am österlichen Licht und Leben.
Wenn das Licht des Ostermorgens aber so zentral für diese Feier ist, dann müssen wir uns nach der richtigen Zeit fragen, zu der wir die Osternacht ansetzen. Im Gegensatz zu Judentum und Islam, die ihre Gottesdienstzeiten bis heute nach der Sonne und damit von Ort zu Ort und von Tag zu Tag differierend festlegen, hat sich das Christentum von der Einführung der mechanischen Uhr im 14. Jahrhundert überwältigen lassen – ja es hat diese sogar vorangetrieben, denn die ersten Uhrwerke befanden sich großenteils in Kirchen und auf Kirchtürmen.
Die einzigen sonnenabhängigen Gottesdienstzeiten, die offiziell geblieben sind, sind die Christmette an Weihnachten, die von Anfang bis Ende in der Finsternis der Nacht zu feiern ist, und die Osternacht, für die der Beginn, nicht aber das Ende in vollständiger Finsternis vorgeschrieben ist. Es kann nicht verwundern, dass diese Vorschrift in einer Religion, die sich sonst das ganze Jahr nicht um den Sonnenstand schert, fremdartig wirkt und weithin missachtet wird. Viele Osternachtsfeiern beginnen im Licht des Samstagabends und enden in Dunkelheit – so als würde die Auferstehung Christi Finsternis bringen statt Licht. [...]
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