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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Titelthema
Glaube und Gesundheit

Glaube und Gesundheit – Hand in Hand

Glaube und Gesundheit – Hand in Hand
Im Alter ist es normal, nicht mehr alles allein schaffen zu müssen. Dann ist es schön, wenn etwa ein ambulanter Hilfsdienst da ist, der unterstützt. Vor allem aber ist es schön, wenn dieser Dienst Teil des eigenen sozialen Netzwerkes wird.
Foto: Fly View Productions/iStock
Krankheiten werden uns Menschen vermutlich ein Leben lang begleiten. Dafür entwickelt sich die Medizin immer weiter, sodass wir Krankheiten immer besser behandeln können. Aber mittlerweile wissen wir, dass es zur Behandlung nicht nur die klassische Medizin gibt. Vielen Menschen helfen auch alternative Therapien. Was aber Fakt ist, ist, dass es nicht nur um die Behandlung der Symptome einer Krankheit geht, sondern, dass der Mensch im Ganzen im Vordergrund stehen soll – so vor allem in christlichen Einrichtungen. Hier geht es auch um die Seele und das mentale Wohlbefinden eines Menschen. Sollte also die Gesundheit der Gesellschaft in den Händen der Kirche liegen? Martin Hochholzer begleitet als Referent in der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral in Erfurt unter anderem die Bundeskonferenz für Krankenhausseelsorge. Er zeigt im Folgenden auf, inwieweit Kirche und Glaube eine Rolle in Sachen Kranksein und Gesundwerden spielt.

Ich war krank und ihr habt mich besucht …« (Mt 25,36): Es sollte nicht verwundern, dass Jesus gerade die Sorge um die Kranken exemplarisch als christlichen Dienst am Nächsten nennt. Denn Krankheit ist eine menschliche Grunderfahrung. Die an Gott gerichtete Bitte um Heilung findet sich entsprechend oft in der Bibel, etwa in den Psalmen.

Heilung als göttliches Handeln und Geschenk – das ist das eine. Das andere ist die religiös motivierte Sorge um Kranke. Im Christentum gründet sie in der Nächstenliebe. Zugleich entspricht sie dem Auftrag Jesu, den er selbst für sich gesehen und auch an seine Jünger weitergegeben hat. Sie ist Weiterführung seiner Mission.

Jesus hat allerdings keine Krankenhäuser gegründet. Er zog als Prediger und Wunderheiler umher. Dass Kranke in der Begegnung mit ihm gesund wurden, war Teil seiner Verkündigung: Das Reich Gottes ist nahe! Gott wendet sich den Menschen zu, er sieht ihre Not. In den Heilungen wird das Heil, das der Glaube ersehnt und verheißt, konkret, greifbar.

Wie groß die Sehnsucht nach Heilung und Gesundheit bei vielen Menschen ist, macht ein Blick in die Szenen von »Alternativmedizin«, Esoterik und Lebenshilfe deutlich. Auf einem unüberschaubaren Markt tummeln sich die unterschiedlichsten Angebote: kostspielige Essenzen, Pillen und Cremes, Massagen, Körperübungen oder Fasten, magische Rituale und Meditationen, geheimnisvolle Lehren und Coachings mit großen Versprechungen – bis hin zu professionell aussehenden Apparaten, die auf abenteuerlichen Theorien beruhen. [...]
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