Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
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Wer hindert sie?

Reiner Schlotthauer
Reiner Schlotthauer
Kein Wunder, dass es manche Gläubige innerlich zu zerreißen scheint. Geht doch kaum eine Woche ohne Nachricht vorüber, in der nicht von einer weiteren Missbrauchsart oder einer anderen schlimmen Peinlichkeit, wie jetzt dem Finanzskandal im Bistum Eichstätt, die Rede ist. Die Kirchenleute waren doch jene, die darüber klagten, dass es in den Medien nur Negatives gibt – jetzt tragen ausgerechnet sie in gehörigem Maße dazu bei. Wenn das keine Ironie ist. Hoffentlich endet das nicht einmal in Zynismus. Der wäre lebensfeindlich.

Vielleicht liegt es ja ausgerechnet daran, dass man sich zu wenig an der eigenen Botschaft orientierte. Die will doch eine gute sein, die obendrein eine frohe ist und nicht nur die satten Sender, sondern auch die bedürftigen Empfänger erreichen soll. Dass das zu wenig gelingt, dass es viele Stotterer im christlichen Sendebetrieb gibt, dass sich selbst Verantwortliche am Evangelium versündigen – allein das sollte künftig davon abhalten, mit den Fingern auf andere zu zeigen und auch noch des mangelnden Glaubens zu bezichtigen. Das ist doch so, als ob ein Unternehmer immerzu dem Markt die Schuld für den Misserfolg gäbe. Die Kirche dagegen hat einen riesigen Wettbewerbsvorteil: An der Ware an sich, am Kern des Glaubens kann es schon mal nicht liegen. [...]
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