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Eine »Form von Gebet« |
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| Beate-Maria Link, Chefredakteurin |
Der Rottenburger Bischof Klaus Krämer tut es, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf auch und nicht zuletzt die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Beate Gilles: Alle joggen gern. Die Reihe prominenter Kirchenvertreter und -vertreterinnen ließe sich bestimmt noch fortsetzen, ganz zu schweigen von Promis aus anderen Bereichen. Der kleine Unterschied ist jedoch, dass die meisten das Laufen als rein sportliche Herausforderung sehen, andere aber auch als spirituelles Erleben.
Morgens in der erwachenden Natur zu laufen ist etwa für Bischof Kohlgraf eine »Form von Gebet«, wie er unlängst zum Welttag des Laufens der Katholischen Nachrichten-Agentur verriet. »Manchmal kostet es Überwindung, aber es ist ein guter Einstieg in den Tag. Ich laufe morgens 30 Minuten, da genieße ich die Ruhe« und in dieser Jahreszeit besonders »den Gesang der Vögel«.
Joggen ist auch für Beate Gilles mehr als Sport. Ihrer Erfahrung nach bringt es Körper und Geist zusammen. Es sei zwar »keine spirituelle Erfahrung im eigentlichen Sinn«, schreibt sie in der »Zeit«-Beilage »Christ und Welt«, doch es gebe Momente beim Laufen, in denen sie die Nähe Gottes spüre: »vor allem dann, wenn ich es als Energiequelle erlebe«. Beide Laufbegeisterte sehen auch Parallelen zwischen dem Joggen und der Bibel. [...]
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