Katholisches Sonntagsblatt - Das Magazin der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ihr Glücksgriff zur Herbst - Zwei Erwachsene und ein Kind lesen das Katholische Sonntagblatt
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Zwei Jungen und dem Schriftzug: Wie ist das mit der Vergebung?

Wie ist das mit der Vergebung?
Die Frage nach dem lieben Gott



Cover der Exerzitienbroschüre der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brunnen und einer schweren Holztüre
Die Exerzitienbroschüre der Diözese
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Puzzle-Collage mit Portraits von Vorbildern aus der Region
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Österlich klar

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Die ganze Corona-Geschichte hat ja auch etwas Gutes, hört man Menschen in diesen Tagen immer wieder sagen. Man rückt trotz physischer Abstandsregeln gefühlsmäßig mehr zusammen, erlebt ganz neue Formen praktischer Solidarität, erfindet kreative Lösungen, um Barrieren zu überbrücken und Verbundenheit zu zeigen. Vieles davon könnte zukunftsweisend werden. Aber es gibt auch diejenigen, die direkt von der Krankheit betroffen sind, von längerer Quarantäne zumindest oder vom konkreten Verlust von Angehörigen. Und dann sind da noch die, deren berufliche und wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel steht. Da gibt es nichts mehr zu beschönigen, wenn die Pandemie mit voller Wucht zuschlägt, unerwartet mitten ins Leben.

Und Gott? Was hat er sich bei all dem gedacht? Wie geht es ihm damit? Und was soll das Ganze eigentlich? So fragen viele, die versuchen, diese schwierige und herausfordernde Zeit gläubig zu verarbeiten, einen Sinn im Unfassbaren zu finden. Schnell kursiert wieder das Stereotyp von der Strafe Gottes, ähnlich wie zu Beginn der AIDS-Epidemie in den 1980er-Jahren, damals freilich noch moralisch aufgeladen durch die sexuelle Übertragbarkeit der Krankheit. Doch straft Gott überhaupt? Hat der Gott Jesu Christi etwa sadistische Züge? Oder sind wir es, die in Gottes Namen gern Urteile fällen über andere und die verderbte Menschheit an sich? [...]
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